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Kunst im Spital

Sammlung Wilhelm Weiss
Gerda Obermoser-Kotric

Seit Anfang 2008 besteht eine Kooperation zwischen Dir. Wilhelm Weiß und dem Krankenhaus Spittal/Drau. Dir. Weiß, der 1990 gemeinsam mit Dr. Hans Peter Haselsteiner das STRABAG-Kunstforum gründete, ist auch privat ein großer Kunstliebhaber.
 
KH: Seit wann interessieren Sie sich für Kunst?
WW: Mein Vater (1913-1998) war Maler und Graphiker und daher waren im Elternhaus meinem jugendlichen Empfinden nach immer Bilder und Werbeplakatentwürfe im Überfluss vorhanden bzw. Künstler oder Modelle zu Besuch hier. Richtig interessant für mich wurde die Malerei aber erst in den 60er-Jahren durch Atelierbesuche und beginnende Teilnahme an Künstler- diskussionen, welche ein stärker werdendes Verstehen der Künstleraussagen zur Folge hatte. Als Kunstbegeisteter wird man dann fast unvermeidlich zum Sammler. Die persönliche Bereicherung durch die fast tägliche Beschäftigung mit der Kunst kann dann diese Leidenschaft noch weiter steigern.  

KH: Können Sie die Auswahl Ihrer Bilder bzw. der Künstler unter einem „Stil“ zusammenfassen?
WW: Meine Sammlung ist unter „zeitgenössische österreichische Kunst“ einzuordnen mit Präferenz für besondere künstlerische Standpunkte, welche teilweise nahe zum Außenseitertum   tendieren, wie z.B. Karl Anton Fleck, Alfred Hrdlicka, Max Peiffer-Wathenphul usw. Neben der Ölmalerei ordne ich die Zeichnung und Druckgraphik als gleichwertige Medien ein.  

KH: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie sich für ein Bild/Kunstwerk?
WW: Durch permanentes Sehen von Kunst wird das Auge so geschult, dass man die Arbeiten der Künstler immer besser und schneller nach Qualität einstufen kann. Darüber hinaus gilt für eine Sammlung dann das Streben nach Vollständigkeit.  

KH: Wie wichtig ist das persönliche Kennenlernen eines Künstlers?
WW: Es ist wesentlich, denn die persönlichen Aussagen über die Ziele der Künstler und die Wege dorthin sind vergleichbar dem Salz in der Suppe.

KH: Was hat Sie bewogen, diese Kooperation mit dem Krankenhaus einzugehen?
WW: Es trifft auch bei mir zu, dass fast alle großen Sammlungen eines Tages öffentlich werden. Ich freue mich über das Gelingen der Kooperation, welche den Mitarbeitern, Patienten und Besuchern des neuen, modernen Krankenhauses Spittal die Möglichkeit bietet, sich mit einer qualitätsvollen Präsentation österreichischer Kunst zu beschäftigen. Dies ist mir ein besonderes Anliegen!
Spittal/Drau, im Oktober 2008


Das Werk der Spittaler Künstlerin Gerda Obermoser-Kotric soll in der Eingangshalle Patienten und Besucher mental ansprechen. Das Thema "Heilung" wird mit Waqua-Technik auf Holz präsentiert.

Heilung 

Der Künstlerin ist es ein Anliegen, im Betrachter Phantasie und Wohlbefinden durch gezielten Farbeinsatz zu wecken, Zusammenhänge und Vernetztes in der Welt aufzuzeigen und somit das Auge, aber auch die Sinne für das Schöne zu sensibilisieren.

Zur Waqua-Technik
Die Kunst des Malens auf Holz ist eine kombinierte Technik von speziellen Farben und Wachs. Nach einer langen Zeit des Experimentierens mit Holz entstand eine Symbiose von Natur und Kunst. Einfühlungsvermögen, Geduld und aufwändiges Arbeiten ist erforderlich. So entstehen Bildwerke von eigener Ausstrahlungskraft mit sublimen Farbwerten, die eine besondere Wärme ausstrahlen.  


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Info


 
Krankenhaus Spittal/Drau . Billrothstrasse 1 . A-9800 Spittal an der Drau . Telefon: 04762 622-0 . Fax: 04762 622 444 . office@khspittal.com