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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

09.07.2019

Das Krankenhaus Spittal/Drau aus einer neuen Perspektive

Sommerpraktikanten gewinnen spannende Eindrücke

Die Sommermonate nutzen viele Schülerinnen, Schüler und Studierende, um erste Berufserfahrungen zu sammeln und nicht zuletzt ihr Taschengeld aufzubessern. So auch im Krankenhaus Spittal/Drau. Wie schon in den vergangenen Jahren unterstützen viele tatkräftige Praktikantinnen und Praktikanten von Juli bis September vor allem die Bereiche der Verwaltung und der Administration und helfen in der traditionell beliebten Urlaubszeit aus.

Sommerzeit ist Praktikantenzeit

Einer von ihnen ist Johannes Sommeregger. Der Medizinstudent ist mittlerweile Profi, wenn es um die Urlaubsvertretung am Infoschalter geht. Damals noch in der Schule, konnte er das Krankenhaus Spittal/ Drau 2014 das erste Mal aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen. Im Zuge der anfänglichen Einführungstage nehmen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zeit, den neuen Praktikantinnen und Praktikanten das Krankenhaus zu zeigen, Kolleginnen und Kollegen in den jeweiligen Abteilungen vorzustellen und sie nach und nach mit ihren Aufgaben vertraut zu machen. Das schätzt Johannes Sommeregger sehr: „Im Krankenhaus herrscht eine freundliche Atmosphäre, die man von Anfang an spürt. Über die Tätigkeit am Infoschalter habe ich schnell eine große Anzahl an Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, sodass mich bei meinen Ferialpraktika in den folgenden Sommern viele schon freudig begrüßt haben. Das wird auch in diesem Jahr nicht anders sein“, ist er sich sicher.

Abwechslung am Infoschalter

Wie abwechslungsreich die Arbeit am Infoschalter sein kann, weiß Johannes Sommeregger mittlerweile: „Am Empfang ist man die erste Kontaktperson und damit unmittelbarer Ansprechpartner für die vielfältigsten Fragen. Gleichzeitig zählt die telefonische Vermittlung von Patientinnen und Patienten zu Ärztinnen und Ärzten, aber auch umgekehrt zu den wesentlichsten Aufgaben. Das ermöglicht einen ganz anderen Blick auf das Krankenhaus, als in der Rolle des Patienten oder aus der Sicht des medizinischen Betriebs.“ Und auch die Lerneffekte bleiben als Ferialpraktikant nicht aus: „Oftmals rufen Personen an, denen man Stress oder Panik anmerkt. In solchen Situationen ist man unmittelbar gefordert, richtig zu kommunizieren und mit den eigenen und den Emotionen anderer umzugehen. Dadurch habe ich viel dazugelernt,“ erzählt Johannes Sommeregger. Ein Blick hinter die Kulissen Seit seinem ersten Praktikumsjahr war er fast durchgängig für zumindest einen Monat als Sommerpraktikant im Einsatz. Und zwar nicht nur am Infoschalter, sondern auch regelmäßig für ein paar Tage in der Verwaltung, in der er vor allem mit der Archivierung der Krankengeschichten betraut wurde. Dass das keine langweilige Praktikantentätigkeit ist, davon kann Johannes Sommeregger berichten: „Wann hat man schon die Gelegenheit zu sehen, wie Krankenhausbesuche dokumentiert und die Akten aufbewahrt werden?

Als Medizinstudent war es besonders spannend zu sehen, wie sehr sich auch die Medizin über die Jahre weiterentwickelt hat.“ In dem Zusammenhang hebt er den wertschätzenden Umgang miteinander sehr positiv hervor: „Meine Kolleginnen und Kollegen haben mich von Anfang an gut integriert und mir auch zugetraut, Aufgaben selbstständig zu erledigen. Es war ein sehr schönes Gefühl, Teil des Teams zu sein und sie auf sinnvolle Art und Weise bei ihren Tätigkeiten zu unterstützen.“

Wie die Mutter so der Sohn

Dass das Krankenhaus Spittal/ Drau jungen Menschen die Möglichkeit gibt, einen Eindruck vom Arbeitsumfeld eines Krankenhauses zu bekommen, sieht auch OA Dr. Helga Sommeregger sehr positiv. Das gilt natürlich besonders für ihre eigenen Kinder, Johannes und Sebastian, die beide bereits mehrere Male im Sommer als Praktikanten im Einsatz waren. „Ich finde es gut, dass meine Söhne die Gelegenheit hatten, einmal meinen Arbeitsplatz und meine Arbeitskolleginnen und -kollegen kennenzulernen. Jetzt haben sie ein konkreteres Bild davon, wo und mit wem ich meine Arbeitszeit verbringe. Es ist ein schönes Gefühl, auch diesen Aspekt des eigenen Lebens mit den Kindern teilen zu können.“ Dem stimmt Johannes Sommeregger zu: „Zumindest oberflächlich bin ich sogar in Kontakt mit meiner Mama gekommen, die natürlich für mich ungewohnt immer als Frau Dr. Sommeregger bezeichnet wurde. Am Empfang habe ich teilweise Termine für sie ausgemacht oder weiterverbunden.“ „Auch zwischendurch fand sich immer wieder kurz Zeit, ein paar Worte miteinander zu wechseln oder auch gemeinsam Mittagessen zu gehen“, verrät Dr. Sommeregger, die selbst bereits seit 27 Jahren im Krankenhaus Spittal/Drau tätig ist.

Die nächste Generation

Die ausgebildete Gynäkologin, die schon ihren Turnus im Krankenhaus Spittal/Drau absolvierte, kümmert sich seit 2000 um die Betreuung werdender Mütter vor sowie während und nach der Geburt. Umfangreiche und spezielle Untersuchungen während der Schwangerschaft wie beispielsweise Ultraschalluntersuchungen zählen zu ihrem Spezialgebiet. „Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, werdenden Eltern mitzuteilen, dass Sie ein gesundes Kind erwarten“, teilt Dr. Sommeregger ihre schönsten Erlebnisse. „Generell bereitet es mir unglaublich viel Freude, Frauen in ihrer Schwangerschaft zu begleiten und sie dann überglücklich mit dem Neugeborenen im Arm zu sehen.“ Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Geburtshilfe medizinisch gesehen von anderen Bereichen unterscheidet, wie die Gynäkologin erklärt: „In einem gemeinsamen Team aus Ärzten, Hebammen und Kinderpflegepersonal betreuen wir unsere Patientinnen bei einem ganz natürlichen Prozess und sind zur Unterstützung da, wenn einmal nicht alles nach Plan läuft.

So begrüßen wir ca. 600 neue Erdenbürger jährlich bei uns im Haus. Und wer weiß, vielleicht ist das schon die nächste Generation an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die einmal bei uns im Krankenhaus Spittal/Drau arbeiten wird.“

Bild 1: Dr. Helga Sommeregger begrüßt als Gynäkologin fast täglich die nächste Generation im Krankenhaus Spittal/Drau.

Bild 2: Der Infoschalter im Krankenhaus Spittal/Drau ist die erste Anlaufstelle für Besucherinnen und Besucher.

Bild 3: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Infoschalter sind zentrale Ansprechpartner für Fragen aller Art.