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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

10.07.2020

Die Ärztinnen und Ärzte der Zukunft

So wie noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, werden auch aus den heutigen Medizinstudierenden erst mit viel Übung und Erfahrung die Ärztinnen und Ärzte von morgen.

Bereits während des Studiums verbringen sie Zeit im Krankenhaus, um die Theorie auch in der Praxis zu sehen bzw. erstmals anzuwenden. Dieser Praxisbezug ist für die Ausbildung wichtig, da gerade im direkten Kontakt mit den Patientinnen und Patienten Fertigkeiten entwickelt werden, die im späteren Berufsalltag essenziell sind. Auch das Krankenhaus Spittal/ Drau legt großen Wert auf die Ausbildung der angehenden Medizinerinnen und Mediziner. Diese wird regelmäßig mit Bestnoten ausgezeichnet.

Erste Erfahrungen im Krankenhaus

Zwei Personen, die die Medizinstudierenden während dieser spannenden Zeit begleiten, sind der medizinische Direktor Dr. Gerald Bruckmann und Mag. Birgit Kradischnig. Letztere ist seit 2016 im Krankenhaus Spittal/Drau tätig und kümmert sich um Personalthemen für den gesamten medizinischen Bereich, zu dem auch die Studentinnen und Studenten gehören. Prinzipiell gibt der Studienplan vor, dass die angehenden Ärztinnen und Ärzte eine gewisse Anzahl an Praxisstunden absolvieren müssen, wie sie erklärt: „In den ersten Studienjahren stehen so genannte Famulaturen an, bei denen die Studierenden 2-4 Wochen im Krankenhaus verbringen. Ergänzend dazu steht das Klinisch Praktische Jahr im letzten Studienjahr, bei dem die Studierenden in insgesamt 48 Wochen intensivere praktische Erfahrungen sammeln.“ Dr. Bruckmann fügt hinzu: „Die Studentinnen und Studenten verbringen ihre Zeit jeweils in unterschiedlichen Abteilungen. In unserem Haus bieten wir sowohl Famulaturen als auch das Klinisch Praktische Jahr in den Fächern Innere Medizin, Orthopädie und Traumatologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Allgemeinchirurgie an.“

Hohes Qualitätsniveau

Um die Qualität der Ausbildung hoch zu halten, hat das Krankenhaus Spittal/ Drau die Plätze für Famulanten und Auszubildende im Klinisch Praktischen Jahr jährlich auf 70 beschränkt. Parallel dazu wird besonderes Augenmerk daraufgelegt, nicht zu viele Studentinnen und Studenten gleichzeitig an der gleichen Abteilung zu beschäftigen. „Es ist uns ein Anliegen, dass die Auszubildenden während ihrer Zeit bei uns so viel Praxiserfahrung als möglich für sich mitnehmen können“, weiß Frau Kradischnig. „Dafür sorgen wir unter anderem dadurch, dass die Studentinnen und Studenten zum Beispiel jeden Tag mit einem anderen Teammitglied der Abteilung unterwegs sind. Wir unterscheiden uns damit von anderen Krankenhäusern, in denen es häufig einen einzelnen Zuständigen gibt. Allerdings glauben wir, dass sie so unterschiedliche Zugänge beobachten und von jedem Mediziner einen anderen wichtigen Praxisaspekt lernen können.“ Das Feedback der Studentinnen und Studenten gibt ihnen Recht: Das Krankenhaus Spittal/Drau gilt nicht nur in der Region als beliebtes Ausbildungszentrum.

Eigeninitiative ist gefragt

Damit auch die inhaltliche Lernkurve hoch ist, verbringen die Studentinnen und Studenten gerade am Anfang viel Zeit in der Ambulanz. Dort werden sie aufgrund des großen Einzugsgebietes des Krankenhaus Spittal/Drau nicht nur mit unterschiedlichsten Patientinnen und Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern konfrontiert, sondern haben von Anfang an die Möglichkeit, sich Fertigkeiten, immer unter Aufsicht und innerhalb des gesetzlichen Rahmens, anzueignen. Was sie genau von ihrer Zeit im Krankenhaus Spittal/Drau mitnehmen, kommt aber nicht nur auf die Abteilung, sondern auch auf das individuelle Engagement an: „Wir ermutigen unsere Auszubildenden, Eigeninitiative zu zeigen“, erklärt Dr. Bruckmann. „Ein Arzt muss in der Lage sein, proaktiv zu handeln und Entscheidungen zu treffen. Das Erlernen dieser Fähigkeit muss bereits Teil der Ausbildung sein.“ Das Anspruchsniveau und die Erwartungshaltungen der nächsten Generation an sich selbst sind hoch, beobachtet Frau Kradischnig immer wieder, dabei ist sie überzeugt: „Sie alle haben eine gute Ausbildung und mit der Motivation und der Begeisterung, die sie an den Tag legen, werden sie in der Zukunft zu guten Ärztinnen und Ärzten.“

Begeisterung für den Beruf

Das Engagement für die nächste Generation an Medizinern ist bei den Kolleginnen und Kollegen sowohl aus dem Bereich der Medizin als auch der Pflege hoch. „Es ist schön, jungen Menschen den Beruf nahe zu bringen und sie für Medizin zu begeistern“, erklärt Dr. Bruckmann. „Deshalb nehmen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus trotz ihres teilweise stressigen Arbeitsalltags viel Zeit und sind geduldig, um etwas zu erklären oder zu zeigen.“ Frau Kradischnig ergänzt, dass das integraler Bestandteil der Unternehmenskultur ist: „Wir haben ein hohes Bewusstsein dafür, dass wir für guten Nachwuchs selbst verantwortlich sind.“ Aus diesem Grund ist es dem Krankenhaus Spittal/Drau ein Anliegen, mit seinen ehemaligen Auszubildenden auch nach der Famulatur oder dem Klinisch Praktischen Jahr in Kontakt zu bleiben. „Es freut uns besonders, wenn wir den Weg dieser jungen Menschen verfolgen dürfen, die in einigen Fällen früher oder später als ausgebildete Mediziner auch wieder in das Krankenhaus Spittal/Drau zurückkehren.“

Die aktuellen Besucherregeln

Besucherinnen und Besucher haben täglich zwischen 13 und 19 Uhr die Möglichkeit, die Patientinnen und Patienten im Krankenhaus Spittal/Drau zu besuchen. Dafür gelten entsprechend den aktuellen Rahmenbedingungen und Vorschriften folgende Regelungen:

• Es ist keine Voranmeldung des Besuches notwendig

• Nur ein Besucher pro Patient

• Maximale Besuchsdauer: 30 Minuten

• Zutritt über den Haupteingang Billrothstraße 1

• Am Eingang wird beim Besucher Fieber gemessen

• Der Mund-Nasen-Schutz muss während des gesamten Besuches getragen werden

• Beim Eintritt müssen die Hände desinfiziert werden

• Ausfüllen des Besucherformulars und Hinterlegung eines Ausweises (dieser wird beim Verlassen beim Infoschalter wieder retourniert)

Bild 1: Mag. Birgit Kradischnig und Dr. Gerald Bruckmann begleiten die Medizinstudentinnen und -studenten während ihrer Zeit im Krankenhaus Spittal/Drau.

Bild 2: Praxisnahe Ausbildung wird im Krankenhaus Spittal/Drau großgeschrieben.