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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

18.06.2018

Die Pflege: Zentrale Säule der Patientenversorgung

Die Arbeit der Pflegefachkräfte bildet mit der ärztlichen Betreuung das Rückgrat jedes erfolgreichen Krankenhauses. Im Krankenhaus Spittal an der Drau weiß man den pflegerischen Beitrag besonders zu schätzen.

Das Wort Krankenhaus ruft vielfältige Assoziationen hervor und es sind die persönlichen Erfahrungen, die unsere Vorstellungen als Patient oder Patientin prägen. Das Krankenhaus ist eine hoch komplexe Einrichtung, in der vieles zusammenspielen muss, damit eine gesundheitliche Versorgung von höchster Qualität zustande kommt. Über den medizinischen Aspekt hinaus spielt der Pflegebereich eine wesentliche Rolle. Die Arbeit der Pflegefachkräfte bildet mit der ärztlichen Betreuung das Rückgrat jedes erfolgreichen Krankenhauses. Im Krankenhaus Spittal an der Drau weiß man den pflegerischen Beitrag besonders zu schätzen.

Neue Pflegeausbildung in Kärnten

Die Pflegeausbildung hat in Kärnten mittlerweile eine neue Stufe erreicht und wird ab Herbst dieses Jahres als dreijähriges Bachelorstudium in Klagenfurt angeboten. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pfleger werden ihre berufliche Ausbildung zukünftig mit einem akademischen Grad abschließen. „So wie die Therapeuten und Hebammen“, freut sich DGKP Michaela Wutti, Pflegedirektorin im Krankenhaus Spittal/Drau, und ergänzt: „Die Akademisierung ermöglicht neue Die Pflege: Zentrale Säule der Patientenversorgung Kompetenzen und neue Aufgabenprofile für die Pflegenden. Das neue Studienangebot der FH Kärnten bedeutet daher nicht nur eine Verstärkung der Ausbildung, sondern auch eine deutliche Aufwertung unseres Berufes.“ Das Studium selbst ist dual aufgebaut und bietet neben einer fundierten Vermittlung pflegerischer, medizinischer, kommunikativer und rechtlicher Kenntnisse auch Erfahrungen im „echten“ Berufsfeld.

Während des Praktikums durchlaufen die Studierenden die klassischen Pflegebereiche wie die Akut- und Langzeitpflege wie auch die mobile Pflege. Einrichtungen der Gesundheitsförderung und der Prävention stehen ebenfalls als Praktikumsinstitutionen zur Verfügung.

Langjährige Erfahrung als praktische Ausbildungsstelle

Das Krankenhaus Spittal/ Drau ist seit Jahren eine beliebte Ausbildungseinrichtung. „Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen und das motiviert uns jeden Tag aufs Neue, uns weiterzuentwickeln. Die Kooperationen mit den Krankenpflegeschulen in der Region funktionieren sehr gut und somit sind die besten Voraussetzungen für eine hochwertige Berufsausbildung geschaffen“, erklärt DGKP Wutti.

Das Praktikum im Krankenhaus Spittal/Drau dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen, während derer die Auszubildenden auf einer Station bleiben, um den Alltag der Pflegekräfte in allen Facetten kennenzulernen, ihr theoretisches Fachwissen unter kompetenter Begleitung umzusetzen und weitere berufspraktische Fertigkeiten zu erwerben. „Unser Pflegeteam ist eingespielt und sehr erfahren in der Arbeit mit Praktikantinnen und Praktikanten. Es freut uns natürlich sehr, wenn junge und ambitionierte Menschen Interesse an unserem Beruf und an unserem Krankenhaus zeigen“, so DGKP Wutti weiter.

Theorie-Praxis-Transfer auf höchstem Niveau

Eine besondere Unterstützung bekommen die Auszubildenden von DGKP Renate Wirnsberger, die seit 1996 im Krankenhaus Spittal/Drau tätig ist und derzeit eine Weiterbildung zum Praxisanleiter absolviert. Durch das geänderte Ausbildungssystem entstehen auch neue Anforderungen an die Praktikumseinrichtungen, die Erwartungen steigen, das Tempo wird schneller. „Durch die Schaffung einer Koordinationsstelle für die Auszubildenden im Pflegebereich machen wir uns fit für diese Neuerungen und ermöglichen einen effektiveren Theorie-Praxis-Transfer.

Die Praktikantinnen und Praktikanten haben bei organisatorischen Fragen eine direkte Ansprechperson und erhalten auch laufend Feedback“, hebt DGKP Wirnsberger hervor. Hierfür werden fachliche und didaktische Kompetenzen benötigt: „So können wir regelmäßig evaluieren, welches theoretische Wissen vorhanden ist und welche praktischen Fortschritte die Auszubildenden geschafft haben.“ Im Krankenhaus ist jeder Tag „Tag der Hygiene“ Seit 2013 ist DGKP Wirnsberger als Hygienefachkraft für die Belange der Hygiene im Krankenhaus Spittal/Drau zuständig.

Die Hygiene ist grundlegend für die Qualität und die Sicherstellung der Patientensicherheit“, betont DGKP Wirnsberger. Zu Beginn des Praktikums werden den Auszubildenden genaue Anweisungen betreffend Körperpflege, Kleidung und das Tragen von Schmuck gegeben. Denn die Händedesinfektion ist eine der effektivsten und günstigsten Maßnahmen im Krankenhaus, um Infektionen zu verhindern. Um das Bewusstsein für die Wichtigkeit desinfizierter Hände zu stärken, können Auszubildende die Durchführung ihrer Händedesinfektion mittels Didaktobox überprüfen.

Die Krankenhaushygiene ist eine Teamaufgabe

„Es gibt kaum einen Bereich, in dem die Hygiene nicht oberste Priorität hat. Sei es in der Küche, während einer Operation oder bei der Desinfektion von Geräten“, erklärt DGKP Wirnsberger. Regelmäßige Hygieneteam- Sitzungen unter der Leitung von Hygienefachkraft Renate Wirnsberger und dem Hygienebeauftragten Arzt OA Dr. Harald Reiter dienen dem Wissensaustausch, dem laufenden Qual itätsmanagement und der Patientensicherheit. Auch im täglichen Arbeitsprozess entstehen zahlreiche Verbesserungsvorschläge. „Auf jeder Station haben wir jeweils zwei Hygienekontaktpersonen, die eine Multiplikatorfunktion einnehmen und die Informationsweitergabe sicherstellen. Hygiene ist eine Aufgabe von uns allen, es geht nur im Team“, fasst DGKP Wirnsberger abschließend zusammen.

Wussten Sie, dass…

...der internationale Tag der Händehygiene erstmals am 5. Mai 2009 begangen wurde und seitdem jährlich stattfindet?

Er ist eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und richtet sich besonders an medizinisches und pflegerisches Personal. Damit grenzt er sich vom „Welttag des Händewaschens“ am 15. Oktober ab, der zwar auch von der WHO ins Leben gerufen wurde, jedoch die gesamte Bevölkerung als Zielgruppe hat.

Das Datum 5.5. soll die beiden Hände mit jeweils 5 Fingern symbolisieren und so dabei helfen, sich besser an den Tag zu erinnern.

 

Bild 1: Das Krankenhaus Spittal/Drau gehört zu den wichtigsten Praktikumseinrichtungen in der Region und setzt dabei auf ein vielfältiges und modernes Ausbildungsangebot in freundlicher und professioneller Atmosphäre.

Bild 2: DGKP Renate Wirnsberger ist Hygienefachkraft und Praktikumscoach im Krankenhaus Spittal/ Drau. Mit ihr haben die Auszubildenden im Pflegebereich eine verlässliche und erfahrene Ansprechperson.

Bild 3: Im Herbst 2018 startet auf der FH Kärnten mit Standort Klagenfurt der erste Studienlehrgang Gesundheits- und Krankenpflege. Für die Berufsgruppe der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger bedeutet dies eine höhere Qualifizierung und bessere Karriereaussichten.

Bild 4: Die Didaktobox ist ein wertvolles Hilfsmittel. Mittels Schwarzlicht wird sichtbar, welche Bereiche der Hände richtig desinfiziert wurden. Die lückenlose Handhygiene ist im Krankenhaus ein Muss.