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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

23.10.2019

Eine Familie im Familienbetrieb

Generationenübergreifend lernen und arbeiten. Das erlebt auch Familie Stratznig, bestehend aus Vater Adolf, Mutter Elke und Tochter Rebecca, bei ihren Tätigkeiten auf der Ambulanz und in der Intensivstation.

Im von der Familie Samonigg geführten Krankenhaus Spittal/Drau engagieren sich mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen für die Gesundheitsversorgung der Oberkärntner Bevölkerung. Eine intensive Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen ist hier unerlässlich, um den Patientinnen und Patienten eine bestmögliche Betreuung zu bieten. Das erlebt auch Familie Stratznig, bestehend aus Vater Adolf, Mutter Elke und Tochter Rebecca, bei ihren Tätigkeiten in der Ambulanz und auf der Intensivstation.

Es liegt in der Familie

Vor 25 Jahren bekam das Krankenhaus Spittal/ Drau gleich zwei Neuzugänge: Adolf Stratznig begann seine Tätigkeit in der Ambulanz im Jänner 1994, Elke Stratznig folgte im April. Aus anfänglichen Kollegen wurde später ein Ehepaar, das den Alltag im Krankenhaus gemeinsam meisterte und auch heute noch voller Engagement im Krankenhaus Spittal/Drau tätig ist. Mittlerweile kümmert sich Diplomkrankenpflegerin Elke Stratznig auf der Intensivstation um die Pflege von kranken und schwerstkranken Patientinnen und Patienten. Administrative Tätigkeiten und verschiedenste organisatorische Abläufe gehören ebenso zu ihrem Aufgabengebiet. Ihr Job ist nicht einfach: „Wir arbeiten mit Patientinnen und Patienten, bei denen es manchmal um Leben oder Tod geht. Das geht einem schon sehr nahe.“

Ihr Mann Adolf Stratznig ist nach vielen Jahren auf der Intensivstation seit 2017 als Bereichsleiter für das gesamte Ambulanz-Pflegeteam und für den Transportdienst zuständig. Die Aufrechterhaltung des Ambulanzbetriebes, die Schnittstellen zwischen Patientinnen und Patienten, Pflege und Medizin, Geräteüberwachung sowie verschiedenste personelle und administrative Tätigkeiten fallen in seinen Verantwortungsbereich. Auch die direkte Arbeit mit Patientinnen und Patienten stellt einen seiner Aufgabenbereiche dar. An seinem Beruf schätzt er besonders die Abwechslung: „Man weiß nie, mit welchen Verletzungen und Erkrankungen Patientinnen und Patienten in die Ambulanz kommen. Täglich werden die Karten neu gemischt.“

Dass die Begeisterung für den Beruf in der Familie liegt, zeigt sich auch bei ihrer Tochter Rebecca Stratznig, die im Mai 2018 ebenfalls als Diplomkrankenpflegerin in der Intensivstation des Krankenhaus Spittal/ Drau startete. Und das ist genau der Bereich, in dem sie tätig sein wollte: „Es war mir wichtig, in einem Bereich mit Akutpatientinnen und -patienten zu arbeiten, um von Anfang an viel lernen zu können. Mein Wunsch hat sich damit auf jeden Fall erfüllt, ich fühle mich jeden Tag aufs Neue gefordert.“

Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt

Der Arbeitsbereich von Rebecca und Elke Stratznig unterscheidet sich zwar von der Ambulanz, die Adolf Stratznig leitet, die Patientinnen und Patienten stehen aber für alle Familienmitglieder im Mittelpunkt. „Auf der Intensivstation behandelt jeder von uns zwei bis drei Patientinnen und Patienten. Manche sind nur kurz andere sind schwerstkrank und werden wochenlang von uns betreut. Da besteht schon ein enger Kontakt“, erklärt Elke Stratznig. „Diese besondere Situation geht uns oft sehr nahe. Umso schöner ist es, wenn Patientinnen und Patienten gesund nach Hause gehen und ihr Leben wie vorher weiterleben können“, ergänzt Rebecca Stratznig. Auch der enge Kontakt mit den Angehörigen spielt eine große Rolle auf der Intensivstation.

Im Gegensatz dazu gibt es bei Adolf Stratznig eine viele höhere Fluktuation. Ca. 160 Patientinnen und Patienten werden pro Tag in den verschiedenen Ambulanzen behandelt. Die medizinische Ausrichtung ist ganz unterschiedlich. „Unsere Patientinnen und Patienten suchen eine unserer Ambulanzen für Unfallchirurgie, Chirurgie, Interne, Gynäkologie- Geburtshilfe und Anästhesiologie gewöhnlich mit einem Termin auf. Ausnahmen bestehen natürlich für frische Verletzungen und Akutfälle, die mit besonderer Priorität behandelt werden.“

Hand in Hand

Einig sind sich alle drei Stratznigs über den familiären Betrieb im Krankenhaus Spittal/Drau und die darin gelebte Zusammenarbeit. „Die Größe des Krankenhaus Spittal/Drau ist optimal, man kennt fast alle Ärztinnen und Ärzte und auch viele andere Personen aus dem Pflegebereich. Das macht die Zusammenarbeit persönlicher und erleichtert sie sogar“, gibt Rebecca Stratznig Einblick. Die vielen verschiedenen Fachrichtungen und die interdisziplinäre Kooperation stellen im Alltag immer wieder eine Herausforderung dar. Dass die Kommunikation zwischen den Bereichen dennoch reibungslos funktioniert, schätzen die Familienmitglieder in ihren jeweiligen Arbeitsumfeldern sehr. So weiß Elke Stratznig beispielsweise die gute Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten und den Kolleginnen und Kollegen des Logopädie-, Ergo- oder Physiotherapieteams hervorzuheben: „Es wird viel kommuniziert und wir nehmen aufeinander Rücksicht.“ „Viele Abläufe werden Hand in Hand erledigt“, betont Rebecca Stratznig. „Das gelingt, weil wir einen sehr guten Austausch untereinander haben und uns gegenseitig in jeder Situation unterstützen."

Generationenübergreifendes Lernen

Nach anfänglicher Unsicherheit, ob und wie die enge Zusammenarbeit zwischen den Familienmitgliedern funktionieren kann, stand bald die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund. Rebecca Stratznig konnte fachlich, aber auch zwischenmenschlich viel von ihren Eltern lernen: „Ich habe es schon während meiner Ausbildung als großen Vorteil empfunden, dass ich bei meinen Eltern jederzeit nachfragen und mich auch inhaltlich mit ihnen austauschen konnte.“

Auch umgekehrt konnte die Tochter ihrer Mutter noch einiges beibringen. „Da sich die Ausbildung ständig weiterentwickelt, haben jüngere Kolleginnen und Kollegen oft eine andere Herangehensweise. Vor allem in den Bereichen der Dokumentation und bei neuen Computerprogrammen stellt meine Tochter eine große Unterstützung dar“, erzählt Elke Stratznig.

Im Krankenhausalltag hat Adolf Stratznig keine Berührungspunkte mit der Intensivstation und damit den beiden Diplomkrankenpflegerinnen, deren Dienste sich auch nur selten überschneiden. Manchmal bleibt für Mutter und Tocher jedoch Zeit für ein gemeinsames Frühstück, wenn sie nicht gerade ihre Zeit voll und ganz ihren Patientinnen und Patienten widmen.

Bild 1: Mit Adolf, Rebecca und Elke (v.l.n.r) sind gleich drei Mitglieder der Familie Stratznig im Krankenhaus Spittal/Drau für die Gesundheit der Oberkärntner Bevölkerung im Einsatz.

Bild 2: Adolf Stratznig sorgt als Bereichsleiter des Pflegeteams für einen geordneten Betrieb in den Ambulanzen des Krankenhaus Spittal/Drau.