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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

26.04.2019

Ganzheitliche Therapie

Wenn die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Ohne die richtige Diagnose ist keine passende Therapie möglich

Die richtige medizinische Behandlung ist wiederum die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen nach Unfällen oder Krankheiten wieder gesund werden. Das ist im Krankenhaus Spittal/Drau seit jeher von höchster Bedeutung. Daher besteht mit dem angrenzenden Therapiezentrum Spittal/Drau eine enge Kooperation. Davon profitiert die Bevölkerung Oberkärntens nicht nur durch kurze Wege für Patienten und Ärzte. Neben physiotherapeutischen und physikalischen Behandlungen sowie Heilmassagen, bietet das Therapiezentrum Spittal/Drau osteopathische Leistungen an, wie die ausgebildete Osteopathin, Physiotherapeutin und Geschäftsführerin des Therapiezentrums Doris Samonigg-Lackner, MSc D.O. erzählt.

Grenzen überwinden

Osteopathie ist als Therapieform vermutlich weit weniger geläufig als die etablierte Physiotherapie. Deshalb ist sie nicht weniger wirksam, erklärt die Expertin: „Osteopathie aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Sie stellt eine ganzheitliche Methode dar, die den Körper als Einheit versteht. Sie betrachtet Beschwerden aus drei Perspektiven: Bewegungsapparat inklusive Wirbelsäule, Organe und Schädel-Kreuzbein-Bereich.“ Im Gegensatz zur Physiotherapie, die sich hauptsächlich auf den Bewegungsapparat konzentriert, berücksichtigt die Osteopathie die Verbindungen, die zwischen den Bereichen bestehen und ermöglicht auch dann Behandlungen, wenn bisherige Therapien bereits an ihre Grenzen gestoßen sind: „Oftmals verursachen Blockaden oder Spannungen im Körper Schmerzen, die nicht direkt auf eine Erkrankung zurückzuführen sind. Durch die Behandlung von Geweben bzw. Knochen wird die Zirkulation der Flüssigkeiten im Körper wieder ermöglicht, wodurch Bewegungseinschränkungen korrigiert werden können.“

Den Kleinsten helfen

Diese Form der Therapie ist nicht nur auf Erwachsene beschränkt. Nach einer Spezialausbildung bietet Samonigg-Lackner osteopathische Behandlungen nun auch für die kleinsten Patientinnen und Patienten an. „Im Laufe der Schwangerschaft oder auch der Geburt können bei Babys schon frühzeitig Blockaden im Körper entstehen, die sich unterschiedlich äußern. Kopfasymmetrien, Trink-Saug-Schwächen, aber auch unaufhörliche Schreikrämpfe lassen junge Eltern oft verzweifeln. Osteopathie kann da helfen“, erklärt die Therapeutin. „Gerade bei Neugeborenen sind Schädelstruktur und Knochen noch sehr weich und verschiebbar, daher zeigt sich meist schon nach einer Behandlung eine wesentliche Verbesserung.“ Das hilft Kindern genauso wie Eltern. „Jeder will nur das Beste für das Kind, gerät aber mit solchen Problemen leicht an die eigenen Grenzen. Für mich ist es umso schöner, mit meiner Arbeit nicht nur den Kleinsten, sondern der ganzen Familie zu helfen“, teilt die dreifache Mama ihre besonders schönen Erlebnisse.

Feingefühl beweisen

Diese medizinische Heilkunst will gelernt sein und geht weit über einen Wochenendkurs hinaus. „6 ½ Jahre dauert die komplette Ausbildung und endet mit einem Master, für Kindertherapien gibt es zusätzliche Fortbildungen“, erklärt die Osteopathin. „Um erfolgreich Behandlungen durchführen zu können, braucht es eine fundierte Ausbildung und viel Feingefühl. Das erlangt man nur durch jahrelange Übung und praktische Erfahrungen.“ Die Arbeit ist herausfordernd und benötigt großes Einfühlungsvermögen. „Ein Patentrezept gibt es nicht. So individuell wie die Menschen sind, muss auch ihre Behandlung sein.“ Das ist auch deshalb wichtig, da Beschwerden nicht immer auf die gleiche Ursache zurückzuführen sind. „Genau das finde ich an meinem Beruf auch so spannend“, teilt Samonigg-Lackner ihre Begeisterung. Dass sich Patientinnen und Patienten vor der Wahl eines Osteopathen über dessen Ausbildung informieren, ist ihr ein besonderes Anliegen: „Das richtige Gespür zu entwickeln, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, geht nicht von heute auf morgen. Mit Halbwissen kann auch viel Schaden angerichtet werden. Vertrauen Sie sich daher wirklich nur einem Experten an.“

Zusammen arbeiten

Die gute Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Spittal/Drau hebt die Therapeutin besonders hervor: „Wir stehen in sehr engem Kontakt zur Physiotherapie. Auch mit der Geburtenstation besteht eine intensive Kooperation. Ich schätze es sehr, dass das Team vor Ort einen ganzheitlichen Therapiezugang wie den der Osteopathie befürwortet und fördert.“

Bereits in der Schwangerschaft werden die werdenden Mütter über die Möglichkeiten der osteopathischen Behandlung bei Säuglingen informiert, zumal für die Therapie auch eine ärztliche Überweisung notwendig ist. Auch der menschliche Umgang passt. „Ich habe früher selbst im Krankenhaus gearbeitet und kenne aufgrund der angenehmen Größe des Hauses fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das bietet einen großen Mehrwert in der Zusammenarbeit“, erzählt sie. Und im Leitbild für ihre Arbeit sind sich das Krankenhaus Spittal/Drau und das Therapiezentrum einig: Weil der Mensch zählt.

Ihr Weg ins Therapiezentrum Spittal/Drau

Das Therapiezentrum bietet eine Vielzahl an Privat- und Kassenleistungen direkt in Ihrer Region. Für Kassenleistungen und private Osteopathie ist eine Zuweisung vom Facharzt oder Hausarzt notwendig, alle weiteren Privatleistungen können auch ohne Überweisung in Anspruch genommen werden. Informieren Sie sich direkt: Feldstraße 5/3, 9800 Spittal/Drau 04762 42622

office@remove-this.therapie-spittal.com

www.therapie-spittal.com

Bild 1: Eine osteopathische Behandlung aktiviert auch bei den Kleinsten die Selbstheilungskräfte des Körpers

Bild 2: Die beiden Osteopathinnen Doris Samonigg-Lackner und Barbara Kirchner (v.l.n.r.) sorgen im Therapiezentrum für das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten. Fotos: Sam Strauss