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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

18.10.2021

Hygiene ist Sicherheit

Dass die Einhaltung von Hygienestandards extrem wichtig ist, um Krankheiten zu vermeiden, ist eine bekannte Tatsache.

Höchste Hygienestandards bei Eingriffen und in der Behandlung sind selbstverständlich, aber auch strenge Hygienevorschriften im gesamten Haus gehören im Sinne der Infektionsvorsorge dazu. Die aktuelle Pandemie hat uns nochmals nachdrücklich vor Augen geführt, wie wichtig das nicht nur in einem Krankenhaus, sondern auch in der persönlichen Tagesgestaltung ist. Im Krankenhaus Spittal/Drau sind hohe und professionelle Hygienestandards täglich gelebte Praxis – im Sinne der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Besonderen aber im Sinne der dem Krankenhaus anvertrauten Patientinnen und Patienten.

Das neue Hygieneteam im Krankenhaus Spittal/Drau

Nachdem Dr. Harald Reiter mit Ende des Jahres 2021 in seine wohlverdiente Pension geht, wird mit 1. Jänner 2022 ein neues Hygieneteam im Krankenhaus Spittal/Drau die Verantwortung für die Information und die Schulung zu Hygienethemen, aber auch für die Einhaltung der Hygienevorschriften übernehmen: Frau Dr. Catharina Eeckhout wird als Hygienebeauftragte das Team leiten und die Funktion als ihr Stellvertreter wird Herr Dr. Andreas Egarter übernehmen. Frau DGKP Renate Wirnsberger ist schon im derzeitigen Hygiene-Team und wird weiterhin die Funktion als Hygiene-Fachkraft ausüben.

Die letzten eineinhalb Jahre haben für alle große Herausforderungen mit sich gebracht, beschreibt Frau Wirnsberger, die bereits 2012/2013 die Sonderausbildung zur Hygienefachkraft an der Medizinischen Universität Graz absolviert hat: „Viele Routinen sind durch die laufenden organisatorischen Änderungen weggefallen. Stationen mussten geschlossen werden, neue Stationen wurden eingerichtet, um die COVID-Patienten isoliert betreuen zu können. Es gab laufend neue Verordnungen, die zeitnah in den klinischen Alltag umgesetzt werden mussten. Es war ein intensives Management und eine gute Kommunikation untereinander notwendig, um die Sicherheit für die Patienten und die Mitarbeiter aufrecht erhalten zu können.“ Ein großes Thema in dieser Zeit waren die laufenden Schulungen. Es wurden eigene Videos erstellt, um den sicheren Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung zu gewährleisten. Die Maßnahmen wurden laufend evaluiert und Verbesserungen sind umgehend in die Schulungen eingeflossen. „Die Informationen müssen immer an alle Berufsgruppen gleichzeitig gehen – von der Medizin über die Pflege, die Verwaltung bis hin zur Reinigung“, erklärt DGKP Wirnsberger.

Hygienemaßnahmen sind zeitaufwändig, aber wichtig

Frau Dr. Eeckhout ist Oberärztin in der Allgemeinchirurgie und auch zertifizierte Wundmanagerin. „Die Einhaltung höchster Hygienestandards im Umgang mit unseren Patientinnen und Patienten ist eine Selbstverständlichkeit. Es ist aber in der aktuellen Situation besonders zeitaufwändig, sich z.B. beim Verlassen und Betreten von Stationen immer wieder umziehen zu müssen. Man muss sehr aufmerksam bleiben, denn die Sicherheit der Patienten steht an oberster Stelle“, schildert Dr. Eeckhout den Alltag für Ärzte. „Alle Patienten mit COVID19-Erkrankung werden im Krankenhaus Spittal/Drau isoliert und nach internationalen Therapiestandards interdisziplinär behandelt. Das bedeutet, dass die Ärztinnen und Ärzte aus den notwendigen Fachbereichen unter Einhaltung aller Hygienevorschriften den isolierten Bereich betreten und verlassen müssen“, erklärt Dr. Eeckhout die aufwändige Prozedur im Sinne der Sicherheit aller Menschen im Krankenhaus.

Diplom für Krankenhaushygiene

Die beiden Ärzte im Hygieneteam haben bei der Österreichischen Ärztekammer das Diplom für Krankenhaushygiene absolviert. „Bei dieser Ausbildung geht es um die Vorbeugung von übertragbaren Krankheiten. Man lernt auch Infektionsrisiken zu bewerten. Dies ist für die Erstellung von Hygieneplänen und Standards wichtig. Auf dieser Basis werden dann die Hygieneschulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt“, erklärt Dr. Andreas Egarter, der Erster Oberarzt an der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin ist und auch die interdisziplinäre Intensivstation leitet. „Kleine Fehler können große Auswirkungen haben. Wenn Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden, können chronische Krankheitsbilder entstehen, die den Patientinnen und Patienten über einen längeren Zeitraum belasten, wie z.B. infizierte Wunden, die nicht ordentlich abheilen.

Daher gilt ein besonderes Augenmerk den Maßnahmen der Basishygiene. Dies beginnt beim richtigen Händewaschen“, erklärt Dr. Eeckhout das Ein-maleins der Hygiene. Eine besondere Herausforderung in Krankenhäusern sind heute multiresistente Keime, deren Behandlung besonders schwierig ist und wo strengste Hygienemaßnahmen selbstverständlich sind.

Praktika für den Nachwuchs

Neben ihrer Tätigkeit als Hygienefachkraft kümmert sich Frau Wirnsberger auch um den Nachwuchs in der Pflege. So ist sie noch als „Praktikumscoach“ Ansprechpartner für die Auszubildenden. „Wir weisen die Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen und die Schwierigkeiten im Rahmen der Hygienevorschriften hin“, erklärt Frau Wirnsberger. „Mit Hygieneschulungen für den medizinischen und pflegerischen Nachwuchs kann man gar nicht früh genug beginnen. Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten steht an oberster Stelle“, so DGKP Wirnsberger abschließend.

Bild 1: Dr. Catharina Eeckhout ist ab 1.1.2022 Hygienebeauftragte im Krankenhaus Spittal/Drau.

Bild 2: Dr. Andreas Egarter ist ab 1.1.2022 der stellvertretende Hygienebeauftragte im Krankenhaus Spittal/Drau.

Bild 3: DGKP Renate Wirnsberger unterstützt die hygienebeauftragten Ärzte mit ihrer jahrelangen Erfahrung als Hygienefachkraft.

Bild 4: Hygiene beginnt beim richtigen Händewaschen.