Textgröße: A A A DOWNLOADS
Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

26.02.2019

KH Spittal/Drau bleibt Privatkrankenhaus im Eigentum der Familie Samonigg

Mit der neuen Betriebsführungsvereinbarung folgt ein gemeinsames Investitionsprogramm in den Zu- und Umbau des Krankenhauses sowie ein Ausbau der Kooperationen mit den KABEG-Häusern.

Der Regionale Strukturplan Gesundheit hatte immer und hat nach wie vor eines zum Ziel: alle Krankenhaus Standorte in Kärnten auf höchstem und effizienten Qualitätsniveau langfristig abzusichern. „Um dies für das Krankenhaus Spittal gewährleisten zu können, war es notwendig, neue vertragliche Grundlagen mit der Eigentümerfamilie Samonigg zu schaffen“, erklären die zuständige Landesrätin LH-Stv.in Dr.in Beate Prettner und die Geschäftsführerin des KH Spittal/Drau, Mag. Andrea Samonigg-Mahrer. 

Am 8. Februar 2019 wurde ein „Letter of Intent“ (LOI) unterschrieben, der die einzelnen Schritte bis zur neuen Vereinbarung festlegt. „Wir haben mit der neuen Vereinbarung zwischen dem Land Kärnten und dem KH Spittal/Drau das Haus zukunftsfit gemacht und den Standort Spittal mit einem PPP-Modell (Public Private Partnership) abgesichert. Damit kann die regionale Gesundheitskompetenz im größten Bezirk Kärntens und die wohnortnahe und hochwertige Gesundheitsversorgung weiterhin garantiert werden. Mit dieser Garantie gehen laufende notwendige Investitionen einher“, unterstreichen unisono Prettner und Samonigg-Mahrer.

Über den LOI berichtet die Gesundheitsreferentin in der Regierungssitzung der Kärntner Landesregierung am 26. Februar 2019, sie soll in dieser Sitzung beauftragt werden, den LOI zu realisieren. Das KH Spittal/Drau wird weiterhin von Familie Samonigg geführt. Die kollegiale Führung mit der Verwaltungsdirektorin Mag. Andrea Samonigg-Mahrer, dem Medizinischen Direktor Dr. Gerald Bruckmann, MAS und der Pflegedirektorin, DGKP Michaela Wutti, wird weiterhin die Verantwortung für das Haus tragen.

Das KH Spittal/Drau zeichnet sich durch die Patientennähe ebenso aus wie durch beste Daten bei der Effizienz und der Wirtschaftlichkeit.  Die neue Vereinbarung enthält auch die Einbringung der Liegenschaften in die Betriebsgesellschaft und damit verbunden die Auflösung des Mietvertrages. Das bedeutet jedes Jahr mehr Geld für die Gesundheitsversorgung in der Region. Wie es bereits vertraglich vereinbart war, basiert der Kaufpreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Das Land Kärnten wird gemeinsam mit dem KH Spittal/Drau in einen Zu- und Umbau investieren, der für den Ausbau der tagesklinischen und der ambulanten Leistungen notwendig ist. „Wir haben das Projekt gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Kärntner Landesregierung bereits vorbereitet und werden dieses nun zügig umsetzen“, erklärt Samonigg-Mahrer.

Es werden nun die Detailplanungen in Auftrag gegeben und die Vorarbeiten für die notwendigen Genehmigungen begonnen. Der Beginn des Zu- und Umbaus ist für das Jahr 2020 geplant. Das Investitionsvolumen für dieses Projekt beträgt rund € 13,65 Millionen, die zu 90% Prozent vom Land Kärnten getragen werden. Die Vereinbarung sieht auch eine Intensivierung der Kooperationen zwischen dem KH Spittal/Drau und den KABEG-Häusern vor. „Es geht nur gemeinsam“, erklärt Samonigg-Mahrer und sie verweist auf die bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Krankenhäusern in Kärnten. Bereits heute sind etliche übergreifende Kooperationen, wie z.B. in den Bereichen Onkologie, Neonatologie oder Gefäßchirurgie etabliert, von denen die Patientinnen und Patienten ebenso wie Ärztinnen und Ärzte profitieren. Im Rahmen des Traumanetzwerks arbeiten die KABEG-Häuser, das UKH Klagenfurt, das Kranken¬haus Friesach und das KH Spittal/Drau zusammen, um die notwendige rasche Behandlung von schwer- und schwerstverletzten Patienten sicherzustellen. Auch in der Ausbildung, insbesondere bei den Facharzt¬ausbildungen, gibt es bereits eine enge Zusammen¬arbeit mit den anderen Häusern in Kärnten.  Die Kooperationen sollen entsprechend den Schwer¬punktsetzungen weiter ausgebaut werden.

„Das Krankenhaus Spittal soll weiterhin die umfassende medizinische Versorgung der Menschen in Oberkärnten bereitstellen. Bei Spezialthemen wird die Versorgung für die Menschen durch entsprechende Kooperationen nun noch weiter verbessert“, unterstreicht Prettner die wichtige Aufgabe des KH Spittal/Drau in Oberkärnten. 

„Seit 1925 arbeiten wir unter dem Motto ‚Im Dienste der medizinischen Versorgung Oberkärntens. Weil der Mensch zählt.‘. Nach diesem Credo werden wir auch weiterhin unsere Zukunft ausrichten“, ist Samonigg-Mahrer überzeugt.

 

Bild 1 (RIE-PRESS): Die kollegiale Führung gemeinsam mit Beate Prettner

Bild 2 (RIE-PRESS): Das Kankenhaus Spittal/Drau

Bild 3 (RIE-PRESS): Geeinigt: Beate Prettner und Andrea Samonigg-Mahrer