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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

03.08.2018

Seit drei Generationen im Einsatz für Oberkärnten

Wer die Bürgerinnen und Bürger perfekt versorgen möchte, muss immer an die Zukunft denken, braucht ausreichende finanzielle und technische Ressourcen, hochmotiviertes und topausgebildetes Personal.

Österreich zählt zu den Ländern mit der besten flächendeckenden Gesundheitsversorgung. Wenn etwas passiert, dann ist ein Krankenhaus in der Nähe. Menschen bekommen dort Zugang zu medizinischen und pflegerischen Leistungen auf höchstem Niveau. Das ist gut so, aber keine Selbstverständlichkeit. Wer die Bürgerinnen und Bürger perfekt versorgen möchte, muss immer an die Zukunft denken, braucht ausreichende finanzielle und technische Ressourcen, hochmotiviertes und topausgebildetes Personal. Und ganz besonders viel Engagement und Herzblut.

Das Krankenhaus in Spittal ist ein ganz besonderer Ort. Wenn man hinter die Kulissen der Diagnosen, Therapien und medizinischen Geräte blickt, dann sieht man: Im Krankenhaus arbeiten viele Menschen für und vor allem mit Menschen. Das Menschliche steht im Mittelpunkt. Es geht 365 Tage im Jahr um das Gesundwerden, um das Retten von Leben und um das Mithelfen, wenn neues Leben das Licht der Welt erblickt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses – der größte Arbeitgeber in der Region – haben sich mit Leib und Seele der medizinischen Versorgung der Oberkärntner Bevölkerung verschrieben Weil der Mensch zählt – das Leitmotiv der Familie Samonigg, die seit 1948 das Haus führt.

Nicht nur Beruf, sondern Berufung

Es war die einmalige Vision der beiden Ärzte Dr. Franz Albertini und Dr. Stylian Jatrou, die für die Bergregion Oberkärntens 1925 im ehemaligen Gasthof Fleißner eine Privatkrankenanstalt gründeten. Im Jahr 1948 nach der schwierigen Zeit des 2. Weltkrieges, der so viel Leid, Tod und Krankheit gebracht hatte, übernahmen Dr. Hermann Samonigg und seine Gattin Maria die Leitung des Privatkrankenhauses Spittal. Sie waren überzeugt, dass die Oberkärntnerinnen und Oberkärntner ein Anrecht auf eine gute Gesundheitsversorgung hatten und bemühten sich voller Emotion das Haus Schritt für Schritt auszubauen.

Als Dr. Samonigg im Jahr 1982 viel zu früh verstarb, brach sein Sohn das Studium ab und kehrte in das Krankenhaus zurück, um die Leitung zu übernehmen. „Meine Lebensplanung war eine andere, aber die Arbeit mit den Menschen im Krankenhaus hat mir so viel zurückgegeben, dass ich sicher bin, dass meine Entscheidung damals richtig war“, so Hermann Samonigg.

Gemeinsam mit seiner Frau Anna wurde das gemeinnützige Familienunternehmen zu einem der modernsten Krankenhäuser Österreichs. Direktor Samonigg fühlte sich einem Leitgedanken verpflichtet, ganz im Sinne der Gründer des Hauses: Die Oberkärntnerinnen und Oberkärntner haben dasselbe Anrecht auf eine perfekte Gesundheitsversorgung, wie alle anderen Kärntnerinnen und Kärntner auch. Trotz zum Teil massiven Widerstandes aus dem Zentralraum ist es der Familie gemeinsam mit mehreren Generationen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelungen, das Krankenhaus zu einem unverzichtbaren Teil der österreichischen Spitalslandschaft zu machen.Der Zu- und Neubau des Hauses, der mit dem Land Kärnten gemeinsam realisiert werden konnte, war ein Meilenstein für Oberkärnten.

Eine große Verantwortung

Heute gilt das Familienunternehmen in vielen Bereichen als Vorzeigekrankenhaus. Die öffentlichen Gelder werden sparsamer verwendet, als an vielen anderen Orten. Innovative Ärztinnen und Ärzte setzen topmoderne Behandlungsmethoden ein. Die Patientinnen und Patienten stellen Bestnoten aus, wenn es um menschliche Zuwendung, die persönliche und medizinische Betreuung geht. „Man spürt, dass es ein sehr familiäres Haus und keine anonyme Bettenburg ist“, sagt die heutige Chefin des Krankenhauses, Mag. Andrea Samonigg-Mahrer.

Im Jahr 2015 legte ihr Vater die Geschäftsführung und damit eine große Verantwortung in ihre Hände. „Das Krankenhaus ist nicht nur mit Oberkärnten, sondern auch untrennbar mit unserer Familie verbunden“, ist Mag. Samonigg-Mahrer überzeugt. „Obwohl ich mein Leben in Wien aufgebaut habe, bin ich 2006 zurückgekommen und in den Familienbetrieb eingestiegen. Die Aufgabe, das Haus in dritter Generation zu führen, habe ich vor mehr als drei Jahren von meinen Eltern übernommen und trage nun die alleinige Verantwortung. Sie hat nur einen Zweck - das Beste für die Menschen in Oberkärnten.“

Die nächste Generation

Die Eltern der Chefin sind mittlerweile zwar im wohl verdienten Ruhestand, aber sie sind im Krankenhaus nach wie vor spürbar. Anna Samonigg hält den Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und lässt sich die Ehrungen der Langgedienten, die einen wesentlichen Teil ihres Arbeitslebens mit ihr gemeinsam gestaltet haben, nicht nehmen. Hermann Samonigg ist mit all seiner Erfahrung und seinem Wissen eine große Stütze bei vielen – zum Teil auch – schwierigen Themen und Entscheidungen. Die Schwester der Geschäftsführerin, Doris Samonigg- Lackner, leitet das dem Krankenhaus angeschlossene Therapiezentrum. Hier leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Rehabilitation während und nach dem Krankenhausaufenthalt: „Die individuell abgestimmte Therapie ist uns ein ganz besonderes Anliegen. Am Ende soll für unsere Patientinnen und Patienten ein schmerzfreier und selbstständiger Alltag stehen“, so Doris Samonigg- Lackner. Auch sie hat sich ganz dem Gesundheitswesen verschrieben. Ihre Töchter, und damit die vierte Generation  stehen bereits in den Startlöchern.

Während die kleine Romy mit einer Spielzeugpinzette aus dem Arztkoffer ihre Puppe behandelt, sagt ihre ältere Schwester Anna: „Wenn ich groß bin, möchte ich auch im Krankenhaus arbeiten!“ Anna kennt das Krankenhaus auch vom alljährlichen Weihnachtsfest mit dem Chor des Krankenhauses, das mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Patientinnen und Patienten gemeinsam gefeiert wird. Die Menschen, die ihr Zimmer nicht verlassen können, besucht die Familie am 24. Dezember immer persönlich. Erst danach feiert die Familie Samonigg ihr eigenes Weihnachtsfest. „Das ist nur ein kleines Zeichen unserer Dankbarkeit und Wertschätzung für diejenigen, mit denen wir arbeiten und für die wir verantwortlich sind“, so Andrea Samonigg-Mahrer, die für das Krankenhaus und damit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine gute Zukunft gestalten will.

Ihr geht es um die Oberkärntner Heimat. Weil der Mensch zählt.

Das erste Oberkärntner „Kinderwunsch- Baby“ ist da!

Was mit einer Vision begann, wurde nun endlich gelebte Wirklichkeit! Nachdem Dr. Martin Kaimbacher mit seinem Team, allen voran der renommierten Embryologin Sarah Lucy Steiner und der IVF-Expertin Dr. Sonja Karner, im Spätsommer 2017 seine Kinderwunsch-Pforten öffnete, konnte gleich von Anfang an vielen hilfesuchenden Kinderwunschpaaren mit erfolgreichen Schwangerschaften geholfen werden. Als vorläufiger Höhepunkt hat nunmehr im Mai dieses Jahres, nach 9 Monaten unkomplizierter Schwangerschaft, das erste Oberkärntner Kinderwunsch-Baby gesund und munter das Licht der Welt erblickt.

Ein wahrlich großer und wohl unvergesslicher Augenblick für die überglücklichen Eltern, andererseits aber auch ein wunderschöner Moment für Dr. Kaimbacher, dessen Philosophie in der Kinderwunschbetreuung nun endlich Früchte trägt, sichtbar gemacht in einem Baby, dem Wunder des Lebens. Dafür wurde in Spittal/Drau ein komplett neues und modernes Institut errichtet, das alle „Stückerl´n“ spielt. Aber, so Dr. Kaimbacher: „Ja, ICSI, PICSI, IMSI, PKB, assisted hatching, … und die ganzen technischen Finessen, machen wir selbstverständlich, aber lassen Sie uns bitte eines nicht vergessen: im Mittelpunkt der gesamten Behandlung steht nach wie vor die Frau, die spätere Mutter, die Stütze und Säule einer jeden Familie. Auf sie gilt es in erster Linie einzugehen und sämtliche Abklärungs- und Behandlungsschritte abzustimmen.“

Und nicht zuletzt deshalb hat sich Dr. Kaimbacher mit Daniela Fürholzer eine Hebamme ins Team geholt, sind es doch gerade die Hebammen, die das besondere Fingerspitzengefühl für schwangere Frauen haben. „Ich kann somit mit Fug und Recht behaupten, ein Team um mich zu haben, welches sich mit Herzblut und Leidenschaft um die Schwangerschaft jeder einzelnen Patientin kümmert“, so der engagierte Kinderwunschmediziner

Bild 1: Tradition und familiäres Engagement: Eine Oberkärntner Familie im Dienste der Oberkärntner Bevölkerung. Die öffentliche Gesundheitsversorgung liegt in ihren Händen – eine große Verantwortung, die Familie Samonigg seit 1948 mit Herzblut trägt.

Bild 2: 1988: Dir. Hermann Samonigg mit seinen vier Primarärzten (vlnr.) Dr. Kechvar (Anästhesie), Dr. Lener (Unfallchirurgie), Dr. Pätzold (Innere Medizin) und Dr. Mayr (Allgemeinchirurgie und Gynäkologie). Vieles hat sich seitdem verändert, das Krankenhaus wurde ausgebaut und modernisiert, aber eines bleibt gleich: die Überzeugung, dass die Gesundheit der Menschen in Oberkärnten jede Mühe und Anstrengung wert ist. Weil der Mensch zählt.

Bild 3: Die Kollegiale Führung des Krankenhauses Spittal/Drau: Gemeinsam für die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung der Menschen in Oberkärnten.

Bild 4: Das Krankenhaus Spittal/Drau ist Teil der Familiengeschichte, aber auch der Zukunft der Familie Samonigg. Anna und Romy, die zwei kleinen Töchter von Doris Samonigg-Lackner, haben bereits eine Antwort auf die Frage, was sie machen wollen, wenn sie groß sind: sie wollen im Krankenhaus arbeiten.