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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

11.09.2019

Unter einem gemeinsamen Dach

Kooperation zwischen dem Krankenhaus Spittal/Drau und der Gruppenpraxis von Dr. Pichler, Dr. Schweiger und Dr. Zöttl

Den medizinischen Versorgungsauftrag für die Bevölkerung Oberkärntens gemäß dem Leitsatz des Krankenhauses – Weil der Mensch zählt – bestmöglich zu erfüllen, hat für das Krankenhaus Spittal/Drau und seine Partner oberste Priorität. Das galt auch für die radiologische Ordination von Dr. Heinrich Hammer, der sich Ende Juni in seine wohlverdiente Pension verabschiedet und die Ordination geschlossen hat.

Das Krankenhaus Spittal/Drau bedankt sich an dieser Stelle für die jahrelange enge Zusammenarbeit, die mit der Verlegung der Ordination 2008 an den Standort des Krankenhaus Spittal/Drau noch weiter intensiviert wurde. Im Zuge des Neubaus konnten damals eigene Räumlichkeiten für die radiologische Ordination geschaffen werden und ermöglichte vor allem Patientinnen und Patienten kurze Wege.

Zusammenarbeit von Anfang an

Um dieses Service weiterhin aufrecht zu erhalten und zukünftig auch ausbauen zu können, hat das Krankenhaus Spittal/ Drau mit der radiologischen Gruppenpraxis von Dr. Andreas Pichler, Dr. Albert Schweiger und Dr. Johannes Zöttl einen neuen Partner gefunden. Das Radiologen-Team betreibt ab dem Herbst zusätzlich zu ihrer bestehenden Ordination in der Bahnhofsstraße eine Zweitordination im Krankenhaus Spittal/Drau. „Durch die Übernahme können Patientinnen und Patienten auch weiterhin unter dem Dach des Krankenhauses bestmöglich mit radiologischen Leistungen versorgt werden“, so Andrea Samonigg-Mahrer, Geschäftsführerin und Verwaltungsdirektorin des Krankenhaus Spittal/ Drau.

Dass die neue Kooperation und die radiologische Versorgung im Bezirk Spittal/Drau rasch und von Anfang an auf gute Beine gestellt werden konnte, dafür haben sich alle Seiten, auch die Ärztekammer und die GKK Kärnten, eingesetzt. „Das Krankenhaus bezieht spezielle radiologische Leistungen von uns und nutzt damit unsere Expertise. Die Dokumente versenden wir über eine eigens mit dem Krankenhaus eingerichtete gesicherte Datenleitung“, gibt der Radiologe Dr. Andreas Pichler Einblick.

Vollbetrieb ab Oktober

Ab Oktober nimmt das Radiologen-Team den Vollbetrieb in der ehemaligen Ordination von Dr. Hammer am Standort im Krankenhaus Spittal/Drau auf. Ab diesem Zeitpunkt werden sich Dr. Pichler und seine drei Kollegen, gemeinsam mit fünf Radiologietechnologen sowie Assistenzkräften auf die beiden Praxen aufteilen und an beiden Standorten radiologische Untersuchungen anbieten: „In unseren beiden Ordinationen bieten wir dann von der klassischen Röntgendiagnostik über Mammographien und Ultraschall auch Knochendichtemessungen und Computer-Tomographien an. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, sei es für präoperative Untersuchungen oder die Tumornachsorge, die einen wesentlichen Zweig unserer Arbeit darstellt“, erklärt der Radiologe. Die Infrastruktur dafür ist bereits vorhanden. „Die Praxis ist bereits voll ausgestattet. Zusätzlich ist ein neues Ultraschallgerät geplant.“

Vorteile einer Gruppenpraxis

Was die Ordination von Dr. Pichler, Dr. Schweiger und Dr. Zöttl von anderen Ordinationen unterscheidet, ist ihr struktureller Aufbau. 2009 wurde sie in ihrer heutigen Form als eine der ersten Gruppenpraxen in Kärnten gegründet, bei der mehrere Ärztinnen bzw. Ärzte unter einem Kassenvertrag gemeinsam angestellt sind. Das bringt viele Vorteile, ist Dr. Pichler überzeugt: „Es ermöglicht, Patientinnen und Patienten ein größeres Leistungsspektrum anzubieten und sichert höchstmögliche Qualität. Durch die gleichzeitige Anwesenheit mehrere Ärzte ist die Einholung von Zweit-Meinungen einfach möglich. Das trägt zu einer gesteigerten Befundqualität bei, von der die Patientinnen und Patienten unmittelbar profitieren.“ Auch die hoch technologisierten Geräte in dem Fachgebiet spielen eine wesentliche Rolle. „Gruppenpraxen erleichtern Investitionen, die im Sinne der Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung sind“, erklärt Dr. Pichler.„Die Medizintechnik entwickelt sich in großen Schritten weiter und hat massiven Einfluss auf die Diagnose und damit letztendlich auch auf die Behandlungsergebnisse.“

Ausblick

Andrea Samonigg-Mahrer und das Radiologenteam sind sich einig, dass sie die Zusammenarbeit noch weiter intensivieren wollen und denken bereits heute über weitere Synergien in der Zukunft nach. „Das gemeinsame Ziel ist eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten durch kurze Wege im Hintergrund, aber auch der fachliche Austausch mit den Medizinerinnen und Medizinern des Krankenhauses. Ebenso soll die gemeinsame Nutzung der kostenintensiven medizintechnischen Geräte erleichtert werden. Davon profitieren alle Beteiligten: in erster Linie die Patientinnen und Patienten von Oberkärnten, ebenso wie die vor Ort niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte“, unterstreicht Andrea Samonigg-Mahrer.

Wussten Sie, dass...

…das Zusammenspiel von Mensch und Maschine im medizinischen Fachbereich der Radiologie besonders ausgeprägt ist?

Der persönliche Kontakt, eine sensible Wahrnehmung und ein hohes Fachwissen sind notwendig, um aus den mithilfe der medizinischen Geräte erstellten Bildern die passende Diagnose ableiten zu können. Die enge Zusammenarbeit zwischen Radiologen garantiert eine hohe Qualität bei der Diagnose.

Bild 1: Die Radiologen Dr. Johannes Zöttl, Dr. Andreas Pichler und Dr. Albert Schweiger (v.l.n.r.) blicken einer intensiven Kooperation mit dem Krankenhaus Spittal/Drau entgegen

Bild 2: Die Radiologen versorgen die Bevölkerung Oberkärntens bald an zwei Standorten mit radiologischen Leistungen.