Textgröße: A A A DOWNLOADS
Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

09.08.2019

Verwaltung im Blickpunkt

Was ein Krankenhaus und ein Wirtschaftsbetrieb gemeinsam haben.

Einkauf, Personal, Marketing, Vertrieb. Typische Fächer in BWL-Studien, klassische Abteilungen in Wirtschaftsbetrieben, die auch in einem Krankenhaus ihre Aufgaben haben. Damit das medizinische und pflegerische Personal seine Aufmerksamkeit voll und ganz den Patientinnen und Patienten widmen kann, braucht es viele kleinere und größere Handgriffe im Hintergrund. Darum kümmern sich im Krankenhaus Spittal/Drau die knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterschiedlichen Verwaltungsbereiche, wie zum Beispiel Patientenaufnahme und -entlassung, Rechnungswesen oder Haustechnik.

Starke Kräfte im Hintergrund

Für die notwendigen Rahmenbedingungen der Patientenversorgung sorgen beispielsweise Sarah Payerl und Christa Payerl: „Wir haben zwar keinen direkten Patientenkontakt und arbeiten beide eher im Hintergrund. Wir sorgen jedoch dafür, dass das System ohne Störungen läuft indem z.B. Materialien beschafft oder datentechnische Vorbereitungen getroffen werden, damit der Lohn ausbezahlt werden kann.“ Das Krankenhaus Spittal/ Drau und auch so manche Kollegin bzw. Kollegen kennt Sarah Payerl bereits aus Kindertagen, denn ihre Mutter Christa Payerl ist seit 22 Jahren ebenfalls für das Krankenhaus Spittal/Drau im Einsatz und hat ihre Tochter das eine oder andere Mal mit ins Büro genommen. „Schon als Kind hat es mir immer sehr gut im Krankenhaus gefallen und ich hatte mir fest in den Kopf gesetzt, auch einmal hier zu arbeiten“, erzählt Sarah Payerl, die seit nunmehr fünf Jahren in der Verwaltungsdirektion tätig ist. „Nur der Bereich war damals noch nicht klar.“

Verändernde Schwerpunkte

Dass sich hinter ihrer heutigen Tätigkeit eine Vielzahl an Aufgabenbereichen verbergen würde, konnte sie damals noch nicht ahnen. Neben der Assistenz für die Verwaltungsdirektorin Andrea Samonigg-Mahrer obliegt Sarah Payerl die Verwaltung der Hauptkassa, ein Teilbereich des Einkaufs sowie des Gerätemanagements und die Organisation von Betriebsveranstaltungen. Ihre Kreativität ausleben kann sie außerdem in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und Website Betreuung. Gerade die zuletzt genannten Bereiche sind gute Beispiele dafür, wie sich Schwerpunkte im Verwaltungsbereich verändern bzw. verlagern. Während das Krankenhaus Spittal/Drau in der Kommunikation zunehmend stärker in sozialen Medien auftritt, gewinnt zum Beispiel auch die IT aufgrund der zunehmenden Komplexität und der fortschreitenden Digitalisierung stark an Bedeutung.

Vielfältiger Arbeitsalltag

„Jeder Tag ist anders“, erzählt sie. „An einem Tag bereite ich unsere Teilnahme bei der Gesundheitsmesse vor, dann kümmere ich mich darum, unser Warenwirtschaftssystem zu pflegen, an einem anderen Tag organisiere ich unsere nächste Mitarbeiterveranstaltung und dann wiederum besorge ich für einen Patienten eine Lesebrille. Das macht meine Arbeit sehr spannend und abwechslungsreich.“ An ihrem Tätigkeitsfeld schätzt sie außerdem besonders, mit einem großen Teil der mehr als 500 Beschäftigten regelmäßig in Kontakt zu kommen: „Es macht mir großen Spaß, mit so vielen Menschen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammenzuarbeiten.“

Gemeinsames Arbeitsumfeld

Dass sich ihre Tochter ihren Traum von der Arbeit im Krankenhaus nach ihrem Studium erfüllen konnte, freut auch Christa Payerl, deren beruflicher Weg sie 1997 eher zufällig ins Personalbüro des Krankenhaus Spittal/ Drau geführt hat: „Es ist schön, dass auch Sarah hier ihren Arbeitsplatz gefunden hat.“ Obwohl sich ihre Büros im gleichen Stock befinden, begegnen sich die beiden eher zufällig. Direkt zusammenarbeiten tun sie nicht. „Unsere Tätigkeitsbereiche überschneiden sich nicht, aber dafür gehen wir regelmäßig zusammen mittagessen. Es ist schön, wenn man sich über das gleiche Arbeitsumfeld austauschen kann, das macht alles etwas vertrauter“, verrät Sarah Payerl.

Personalverwaltung auch im Krankenhaus

Christa Payerl ist gemeinsam mit sieben weiteren Kolleginnen und Kollegen in der Buchhaltung für verschiedenste administrative Belange zuständig. Ein Teilbereich davon ist die Personalverwaltung und -verrechnung. Das umfasst typischerweise Tätigkeiten, die auch in jedem anderen Unternehmen ihren Platz finden müssen. „Ich erstelle zum Beispiel Dienstpläne, kümmere mich um das Zeitmanagementsystem, verwalte Krankenstände und Urlaube, erledige diverse An- und Ummeldungen bei der Ärztekammer oder bei Mutterschutz und Karenz und halte das Personalinformationssystem auf dem neusten Stand“, erzählt die gelernte Bürokauffrau.

Auskunftsstelle für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In ihrem Büro ist es selten ruhig. „Über den Tag verteilt herrscht ein regelrechtes Kommen und Gehen, da ich auch zentrale Auskunftsstelle bei administrativen Fragen aller Art bin“, gibt sie Einblick. „Ich führe viele Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich zum Beispiel nach ihrem Urlaubsstand erkundigen oder die ich über die speziellen Regelungen bei Sonderurlauben informiere. Es gefällt mir, dabei mit vielen unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen.“ Und das macht den Arbeitsalltag für Christa Payerl immer wieder spannend.

Was beide ebenfalls sehr schätzen, sind ihre Spielräume: „Wir können wirklich selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten. Es ist ein großer Vorteil, sich selbst einteilen zu können, wann welche Arbeit erledigt wird“, verrät Sarah Payerl. „Dieses positive Arbeitsumfeld wünsche ich mir auch für die Zukunft.“

Bild 1: In der Verwaltungsdirektion fallen die unterschiedlichsten Tätigkeiten an.

Bild 2: Zwei Generationen: Christa und Sarah Payerl kümmern sich um unterschiedlichste Anliegen ihrer Kolleginnen und Kollegen im Krankenhausalltag.