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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

20.12.2019

Weihnachtsgeschenk-Gesundheitsversorgung

Weihnachten ist eine Zeit des Gebens.

Weihnachten ist eine Zeit des Gebens. Wenn das jemand nicht nur zu dieser besonderen Jahreszeit verstanden hat, dann sind das die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhaus Spittal/ Drau.

Sie sind das ganze Jahr über mit viel Engagement und Herzblut für die Gesundheitsversorgung der Menschen in Oberkärnten im Einsatz. Einer von ihnen ist Dr. Edgar Klauser. Er ist seit Mai dieses Jahrs auf der Abteilung für Anästhesie des Krankenhauses tätig und in seiner Funktion auch regelmäßig als Notarzt im Bezirk Spittal unterwegs. Darüber hinaus reist er einmal im Jahr nach Ghana, um ein Stück westliche Gesundheitsversorgung in das westafrikanische Land zu bringen.

Narkosespezialist

„Der Anästhesist ist der Generalist unter den Medizinern. Wir können uns rasch ein Bild von den Patientinnen und Patienten machen und wissen sehr schnell, welche Fachärzte eingebunden werden müssen“, erzählt Dr. Klauser. „Und das tun wir dann auch. Vom Geburtshelfer bis zum Internisten, wir arbeiten mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen zusammen.“ Das Hauptaugenmerk dieser Berufsgruppe liegt naturgemäß speziell auf dem Thema Narkose. Dank der großzügigen Spende von zwei neuen Narkosegeräten der Horten Stiftung können die Anästhesisten im Krankenhaus Spittal/ Drau dabei auch in Zukunft auf die neueste Technologie zurückgreifen. „Neben den klassischen Voll- oder Teilnarkosen im Operationssaal betreuen wir Patientinnen und Patienten bereits lange davor“, erklärt Dr. Klauser. „Wir sehen die Patientinnen und Patienten meistens erstmals in der Ambulanz, wo wir mit ihnen gemeinsam das geeignete Anästhesieverfahren (Allgemeinoder Leitungsanästhesie) festlegen. Dabei nehmen wir uns Zeit, ihre Krankengeschichte genau kennenzulernen, ihre Vorerfahrung mit Anästhesien zu besprechen, aber auch zu erklären, was sie bei der Operation erwartet.“

Andere Bedingungen

Das medizinische Knowhow, die notwendigen medizinischen Geräte und die richtigen Medikamente, um Operationen unter Narkose durchführen zu können: All das gibt es in einem entwickelten Land wie Österreich. In Ghana sieht das ganz anders aus: „Im ländlichen Nordwesten des Landes gibt es nur ein Krankenhaus, das nicht einmal mit dem Notwendigsten ausgestattet ist. Ein einziger Arzt ist mehr oder weniger rund um die Uhr im Dienst und übernimmt von Impfungen über Geburten und Notoperationen alles, was anfällt. Unterstützung erhält er von einigen Pflegern vor Ort“, gibt Dr. Klauser Einblick. Gemeinsam mit einem Ärzteteam verbrachte er im Herbst auch heuer wieder 10 Tage bei einem Hilfsprojekt der Virtue Foundation.

Gezielte Hilfe

Um den kurzen Besuch des Ärzteteams für alle so effizient wie möglich zu gestalten, beginnen die Vorbereitungen schon lange vorher. Das ganze Jahr über werden Patientinnen und Patienten, deren Verletzungen oder Erkrankungen von den Spezialisten gezielt behandelt werden können, ausgesucht und für den entsprechenden Zeitraum in das Krankenhaus bestellt. Die Ärzte kommen dort nicht mit leeren Händen an: „Alles, was wir für die geplanten Operationen vor Ort benötigen, bringen wir selbst mit. Und natürlich noch alles weitere, was dort gebraucht werden könnte, seien es Betten oder Operationswäsche. Heuer sind wir mit 14 Koffern an Medikamenten und Ausrüstung angereist, die zum Teil auch vom Krankenhaus Spittal/Drau zur Verfügung gestellt wurden.“ Medizinisches Material ist aber nicht das Einzige, das das Ärzteteam mitbringt. Auch der Wissenstransfer ist ein großes Thema, weiß Edgar Klauser: „In dem Krankenhaus soll gerade eine kleine Notfall-Ambulanz und Intensivstation aufgebaut werden. Dafür coachen wir die sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt vor Ort.“

Perspektivenwechsel

Der Besuch in Ghana ist also ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Menschen in Ghana, aber auch für den Arzt selbst: „Dort dabei zu sein, ist eine ganze besondere Erfahrung. Die Anreise ist beschwerlich, man übernachtet in einfachen Unterkünften und ist von früh bis spät auf den Beinen. Und trotzdem gibt es mir so viel zurück“, verrät der Anästhesist. „Die Menschen dort haben nichts und sie erwarten auch nichts. Umso dankbarer sind sie für jede Art der Hilfe, die sie bekommen. Das rückt die eigenen Perspektiven zurecht.“ Dass er mit seiner Arbeit unmittelbar dazu beitragen kann, dass es Menschen in akuten Notfallsituationen besser geht, findet Edgar Klauser besonders schön an seinem Beruf.

Frohe Weihnachtsfeiertage und viel Gesundheit im Jahr 2020 Zum Jahreswechsel wünscht das Krankenhaus Spittal/Drau allen Leserinnen und Lesern, Patientinnen und Patienten, Kolleginnen und Kollegen, Partnern und Helfern viel Gesundheit, Erfolg und einen guten Rutsch ins Jahr 2020!

Bild 1: Medizinische Versorgung für die Menschen in Ghana: Dr. Edgar Klauser bei seinem Einsatz im örtlichen Krankenhaus

Bild 2: Dank den beiden neuen Narkosegeräten der Horton Stiftung können die Anästhesisten im Krankenhaus Spittal/Drau bei ihrer Arbeit auch in Zukunft auf die neueste Technologie zurückgreifen. Foto: Krankenhaus Spittal/Rie-Press