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Billrothstraße 1, 9800 Spittal/Drau

18.07.2018

Wohnortnahes Kompetenzzentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

Wenn es etwas gibt, was das Krankenhaus Spittal/ Drau besonders auszeichnet, dann ist es die Menschennähe.

Und sie ist mehr als nur eine freundliche Begrüßung beim Empfang oder die Schaffung einer Wohlfühlatmosphäre. Die Menschennähe ist vor allem daran messbar, welchen Beitrag ein Krankenhaus zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in der Region leistet und wie sehr die Qualität in der täglichen Arbeit mit Patientinnen und Patienten gelebt wird. Diesem Prinzip folgt das Krankenhaus Spittal/Drau in der Medizin und in der Pflege, auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Erweiterung der unfallchirurgischen Generalversorgung

Seit vielen Jahren ist das Krankenhaus Spittal/Drau die primäre Anlaufstelle für alle Unfallpatientinnen und -patienten in Oberkärnten. Durch die Wohnortnähe wird sichergestellt, dass die Erstversorgung der Verletzten möglichst rasch und professionell erfolgt. Parallel mit der kontinuierlichen Verbesserung der medizinischen Unfallversorgung wurde auch das orthopädische Leistungsspektrum gestärkt, womit der Zugang zu einer ganzheitlichen orthopädisch-unfallchirurgische Betreuung in der Region wesentlich erleichtert wurde. „Die nächste Orthopädie ist 40 Kilometer von hier entfernt und das macht einen großen Unterschied. Vor allem im Hinblick auf die Patientinnen und Patienten, die aufgrund orthopädischer Probleme in ihrer Beweglichkeit oft sehr stark eingeschränkt sind, war diese Weiterentwicklung ausgesprochen wichtig“, hält Dr. Gerald Bruckmann, Medizinischer Direktor des Krankenhauses Spittal/ Drau, fest und betont: „Die Kombination aus Nähe, umfassender Kompetenz und einer auf Vertrauen aufbauenden Arzt-Patient- Beziehung bringt den Menschen in Oberkärnten einen echten Mehrwert.

Es überrascht daher nicht, wie gut unser Angebot bei der Bevölkerung ankommt.“ Das Fachärzteteam, das mit besonderem Engagement diese Verantwortung trägt, besteht u.a. aus OA Dr. Harald Orasch, OA Dr. Christian Wurzer, OA Dr. Johanna Haidn und der Fachärztin für Orthopädie und orthopädische Chirurgie Dr. Melanie Gruber, unter der Leitung von Prim. Dr. Michael Schubert.

Künstliche Gelenke für einen gesunden Alltag

Seit eineinhalb Jahren wird im Krankenhaus Spittal/ Drau der Ersatz zerstörter Gelenke durch künstliche Gelenke, s.g. Endoprothesen, angeboten. „In dieser kurzen Zeit haben wir bereits mehr als 350 Operationen durchgeführt und wir sind über Wochen hinaus ausgebucht.

Der Bedarf an einer modernen endoprothetischen Versorgung ist sehr groß und wir sind froh, mit diesem neuen Schwerpunkt eine seit Langem bestehende Lücke gefüllt zu haben“, hebt Dr. Orasch hervor. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Endoprothetik und ist von der Relevanz künstlicher Gelenke überzeugt: „Sie bedeuten mehr Lebensqualität und weniger Schmerzen.“ Im Krankenhaus Spittal/Drau werden Prothesen für die Hüfte, das Knie und die Schulter eingesetzt und somit kann für eine Vielzahl von Gelenkbrüchen und -störungen eine individuelle Lösung gefunden werden.

„Beim Knie gibt es auch Teilprothesen. Xund O-Beine können ebenso korrigiert werden“, erklärt Dr. Orasch und weist darauf hin, dass für einen erfolgreichen Gelenkersatz vor allem die aufmerksame Analyse und Bewertung der konkreten Patientenbedürfnisse entscheidend sind.

Nach Unfällen und im hohen Alter

Dies ist vor allem bei älteren Patientinnen und Patienten wichtig, die meistens auch unterschiedliche Begleiterkrankungen haben. Wie gut diese behandelt werden, ist laut Dr. Wurzer, seit fünf Jahren Facharzt für Unfallchirurgie im Krankenhaus Spittal/Drau, „ein zentraler Parameter für den Erfolg der Operation“. Während bei einem gelenkszerstörenden Bruch das neue Gelenk meistens innerhalb von wenigen Tagen implantiert wird, nimmt die OP-Planung bei degenerativen Störungen – in der Fachsprache Arthrose genannt – eine längere Zeit in Anspruch. Dr. Wurzer erklärt: „Die Beschwerden entstehen nicht von heute auf morgen. Daher kommen die Patienten mehrmals zu uns, um Informationen zu bekommen, die notwendigen Untersuchungen werden durchgeführt und erst dann wird ein OP-Termin gemeinsam festgelegt.“

Im Durchschnitt dauert der Krankenhausaufenthalt zwischen 7 und 10 Tagen, während derer bereits mit der Physiotherapie begonnen wird. Die Wiederherstellung der Beweglichkeit ist bei älteren Menschen oft keine leichte Aufgabe und erfordert sehr viel Motivation und eine individuelle Therapie. „Wir arbeiten sehr eng mit unseren Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zusammen, die speziell geschult sind und die Patienten im Heilungsprozess stark unterstützen“,ergänzt Dr. Orasch.

Neues Fach „Orthopädie und Traumatologie“

Die Bedeutung der Motivation unterstreicht auch Dr. Haidn. Sie ist die erste Ärztin in Kärnten, die das neue Spezialfach „Orthopädie und Traumatologie“ abgeschlossen hat. In Österreich wurden die Fachärztinnen und -ärzte für Unfallchirurgie und Orthopädie bisher getrennt ausgebildet, bis im Jahr 2015 eine gesetzliche Anpassung der Facharztausbildung an europäische Standards beschlossen wurde. „Ich bin sehr glücklich und dankbar für die Chance, diese Spezialisierung zu machen.

Unser Krankenhaus kann durch die Ausbildung im neuen Fach deutlich gestärkt und attraktiver werden“, freut sich Dr. Haidn. Eine Spezialisierung ist für alle Ärztinnen und Ärzte der Abteilung vorgesehen und soll in Zukunft auch externe Auszubildende für das Krankenhaus Spittal/Drau gewinnen. „Wir machen uns fit für die Zukunft und es ist unser Ziel, einen weiteren Beitrag zur Versorgungs- und Ausbildungsqualität in der Region zu leisten. Die Zahl der Operationen steigt weiter und das ist natürlich auch ein starker Motivationsfaktor für mich und meine Kollegen“, zeigt sich Dr. Haidn optimistisch.

Es ist ihr aber auch wichtig zu betonen, dass das gesamte unfallchirurgische Team die Veränderungen mitträgt und unterstützt: „Ein Team, das sich jahrelang bewährt hat, keine Herausforderung scheut und offen ist für Neues. Menschen, auf die man sich verlassen kann.“ Für die Zukunft wünscht sich die Ärztin, dass alle an einem Strang ziehen und der persönliche Draht zueinander nicht abreißt, obwohl das neue Fach umfangreich und komplex ist. „Das operationstechnische Know-how ist wichtig, der medizinische Qualitätsanspruch - selbstverständlich.

Aber in einem hochmotivierten Team zu arbeiten, das sich gut versteht, über viele Jahre gewachsen und zusammengewachsen ist und sich jetzt gemeinsam weiterentwickelt- ist ein Privileg!“, stellt Dr. Haidn klar.

 

Endoprothetik- Ambulanz

Krankenhaus Spittal an der DrauBillrothstraße 1 9800 Spittal an der Drau

Donnerstag 11.30 Uhr

Ansprechpartner: OA Dr. Orasch, OA Dr. Wurzer, OA Dr. Haidn, Ass. Dr. Gruber

Wussten Sie, dass…

...das Krankenhaus Spittal/Drau seit 2016 Teil des Traumnetzwerks Kärnten ist?

Das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifizierte Traumanetzwerk Kärnten wurde von der KABEG, der AUVA, dem Krankenhaus Spittal/Drau und dem Deutsch Ordens Spital Friesach ins Leben gerufen, um eine flächendeckende, übergreifende und effiziente unfallchirurgische Versorgung sowie bessere Heilungschancen zu ermöglichen.

Die teilnehmenden Krankenhäuser übernehmen je nach Leistungsspektrum unterschiedliche Aufgaben und sind in überregionale, regionale und lokale Versorger eingeteilt. Der Unfallchirurgie des Krankenhauses Spittal/Drau kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Denn sie übernimmt die Erstversorgung bei Notfällen und leistet somit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Oberkärnten.

Bild 1: Von links: OA Dr. Christian Wurzer, OA Dr. Johanna Haidn und OA Dr. Harald Orasch: Moderne und menschliche Medizin wird im Krankenhaus Spittal/Drau großgeschrieben.

Bild 2: Für OA Dr. Orasch, seit 20 Jahren im Bereich der Endoprothetik tätig, sind die patienten-individuelle OP-Planung und Therapie grundlegend für den Erfolg der Behandlung.

Bild 3: OA Dr. Haidn ist die erste Absolventin des neuen Fachs „Orthopädie und Traumatologie“ in Kärnten.