• Über uns
    • Geschichte
    • Am Puls der Zeit
    • Regionale Kompetenz
    • Seelsorge
    • Zertifikate
    • Gesundheits- & Krankenpflege
    • Starke Kräfte
    • 100-Jahre-Chronik
  • Aktuelles
  • Patienten
    • Aufnahme
    • Aufenthalt
    • Entlassung
    • Anreise
    • Parkmöglichkeiten
    • Kontakt
  • Besucher
    • Besuchszeiten
    • Anreise
    • Parkmöglichkeiten
    • Kontakt
  • Abteilungen
    Fachabteilungen
    • Innere Medizin
    • Anästhesie und Intensivmedizin
    • Orthopädie und Traumatologie
    • Allgemeinchirurgie
    • Gynäkologie und Geburtshilfe
    • Radiologie
    Starke Partner
    • Unsere Konsiliarärzte
    • Labor
    • Ambulante geriatrische Remobilisation
    • Diagnosezentrum Oberkärnten
    • Gesundheitszentrum Spittal/Drau
    • Therapiezentrum Spittal/Drau
    • Rotes Kreuz und ÖAMTC
    • Villa Villekulla
  • Ambulanz
    • Ambulanzzeiten
    • Ambulanzzeiten Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Kontakt
    • Lageplan
    • Anfahrt
    • Spenden
  • Karriere
+43 04762 622 0
  • KH Spittal
  • Aktuelles
  • Gute Gesundheitsversorgung für unsere Familien - jetzt und in Zukunft

30.01.2026

Gute Gesundheitsversorgung für unsere Familien - jetzt und in Zukunft

Die Bevölkerung wird immer älter und der medizinische Bedarf steigt. Gleichzeitig wird es finanziell schwieriger und es stehen immer weniger Fachkräfte zur Verfügung.

Der medizinische Direktor des Krankenhauses Spittal/Drau, Dr. Gerald Bruckmann, spricht im Interview mit den Oberkärntner Nachrichten über die zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre und darüber, wie das Krankenhaus mit neuen Versorgungsmodellen darauf reagiert.

OKN: Herr Dr. Bruckmann, welches sind aus Ihrer Sicht die aktuell größten Herausforderungen in der medizinischen Versorgung?
Gerald Bruckmann: Wir befinden uns derzeit in einer Phase, die unser Gesundheitssystem in den nächsten zwanzig Jahren massiv fordern wird. Das zentrale Thema ist die Überalterung der Gesellschaft. Aktuell sind in Österreich rund zwanzig Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Wenn man davon ausgeht, dass das letzte Viertel des Lebens häufig nicht gesund verläuft, dann wird rasch klar, welche Belastung auf das Versorgungssystem zukommt.

OKN: Worin liegen die größten strukturellen Probleme?
Gerald Bruckmann: Mehrere Entwicklungen kommen gleichzeitig zusammen. Einerseits steigt das Durchschnittsalter der Patientinnen und Patienten deutlich an. Viele Menschen leiden im höheren Alter an mehreren Erkrankungen gleichzeitig, was die medizinische Betreuung komplexer macht und zu einer steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen führt. Andererseits sinkt die Geburtenrate seit Jahren deutlich. Das bedeutet, dass künftig weniger Menschen im erwerbstätigen Alter zur Verfügung stehen, sowohl als Fachkräfte im Gesundheitssystem als auch als Beitragszahler.

OKN: Welche Folgen hat das für die Finanzierung des Systems?
Gerald Bruckmann: Die Finanzierung über die Sozialversicherung wird zunehmend schwieriger. Früher kamen etwa fünf Erwerbstätige auf einen Pensionisten. Heute sind es nur noch ca. drei. Dieses Verhältnis wird sich weiter verschlechtern. Damit wird der Staat immer stärker gefordert sein, das System mit zusätzlichen Mitteln zu stützen, weil immer weniger Menschen einzahlen und gleichzeitig immer mehr Leistungen benötigt werden.

OKN: Wie wirkt sich diese Entwicklung konkret auf den Spitalsbetrieb aus?
Gerald Bruckmann: Derzeit werden rund fünfzig Prozent aller Spitalsaufenthalte von Menschen über 65 Jahren verursacht. Diese Patientinnen und Patienten benötigen oft längere Aufenthalte und intensivere Betreuung. Das bindet Kapazitäten, vor allem in der Akutversorgung. Je länger ältere Menschen stationär versorgt werden müssen, desto weniger Betten stehen für andere Patientengruppen zur Verfügung.

OKN: Welche Lösungsansätze sehen Sie, um diese Situation zu entschärfen?
Gerald Bruckmann: Ein wesentlicher Ansatz ist, Patientinnen und Patienten nach der Akutbehandlung rascher und gezielter weiterzuversorgen. Gleichzeitig müssen wir stärker auf Prävention setzen. Bildung spielt dabei eine große Rolle, denn gut informierte Menschen gehen früher zum Arzt, nehmen Vorsorgeangebote eher wahr und vermeiden so oft schwere Krankheitsverläufe.

OKN: Braucht es dafür auch strukturelle Reformen?
Gerald Bruckmann: Ja, unbedingt. Unser Gesundheitssystem ist eines der besten, aber nicht immer effizient. Ein großes Problem sind die vielen Schnittstellen und die mangelnde Nutzung vorhandener Daten. Patientendaten müssten zentral und rasch verfügbar sein, damit Untersuchungen nicht mehrfach durchgeführt werden. Wichtig ist auch die Patientensteuerung. Viele Menschen wissen heute nicht, wohin sie sich mit ihren gesundheitlichen Problemen zuerst wenden sollen. Nicht jeder Fall gehört sofort ins Krankenhaus. Eine klarere Steuerung, etwa über Primärversorgungszentren, könnte hier helfen.

OKN: Welche Rolle spielen neue Technologien in diesem Zusammenhang?
Gerald Bruckmann: Technologische Innovationen werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Dazu zählen digitale Lösungen, ein besserer Zugriff auf Gesundheitsdaten, aber auch die Künstliche Intelligenz und natürlich die Robotik. Diese Entwicklungen können helfen, Abläufe zu optimieren und medizinisches Personal zu entlasten.

OKN: Welche Maßnahmen setzt das Land Kärnten, um auf diese Entwicklungen zu reagieren?
Gerald Bruckmann: Die Grundprinzipien bleiben Versorgungssicherheit, hohe Qualität und eine jederzeit funktionierende Notfallversorgung. Ein wichtiger Schritt ist die Einführung der Übergangspflege im Krankenhaus. Ziel ist ein geordneter, sicherer und wirksamer Übergang von Patientinnen und Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt zurück in das eigene Zuhause oder in das Altersheim. Wenn Menschen länger selbstständig sind, führt dies wiederum zu einer Entlastung der Altersheime.

OKN: Welche Rolle übernimmt dabei das Krankenhaus Spittal/Drau?
Gerald Bruckmann: Der Regionale Strukturplan Gesundheit Kärnten (RSG) sieht zukünftig für unser Haus die Einrichtung einer geriatrischen Tagesklinik mit sechs Therapieplätzen vor. Diese wird älteren Menschen die Möglichkeit einer Remobilisation mit medizinischer Betreuung bieten. Es ist geplant, dass die Patientinnen und Patienten zwei- bis dreimal pro Woche von zu Hause aus zu uns kommen und hier ein umfassendes therapeutisches Angebot erhalten werden.

OKN: Was ist der besondere Mehrwert dieses Angebots?
Gerald Bruckmann: Die Betreuung älterer Menschen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Neben Medizin, Pflege und Therapie spielen auch Psychologie und Sozialarbeit eine wichtige Rolle. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten möglichst lange zu erhalten und damit auch das System zu entlasten.

Bild 1: Gezielte Therapien tragen zum möglichst langen Erhalt der Selbstständigkeit bei.

Bild 2: Der Medizinische Direktor des Krankenhauses, Dr. Gerald Bruckmann, MAS, erklärt, wie sich das Krankenhaus Spittal/Drau auf eine älter werdende Gesellschaft vorbereitet.

(Fotos: Krankenhaus Spittal/Drau)

KH Spittal/Drau Logo

Allgemein öffentliches Krankenhaus Spittal/Drau
Ihr regionales Kompetenz-zentrum für Gesundheit

KONTAKT

Krankenhaus Spittal/Drau Gemeinnützige GmbH
Billrothstraße 1
9800 Spittal an der Drau
Telefon: 04762/622-0
E-Mail: office@khspittal.com

QUICK LINKS

  • Login für Mitarbeiter/innen
  • Karriere
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz

2026 © A. ö. Krankenhaus Spittal/Drau

  • Impressum
  • Datenschutz