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Von links: Petra Moser, Dr. Klaus Pamsl, DGKP Sabine Pamsl, Dr. Andreas Neuschitzer, DGKP Marion Schönegger-Hanger, Birgit Granig, Dr. Denise Milo, Dr. Andreas Schuschnig, Dr. Belinda Neuschitzer- Stattmann, Dr. Robert Milo, DGKP Elisabeth Hasslacher.

19.06.2026

Ordinationsgemeinschaft für Endoskopie auf dem neuesten Stand der Technik

Rund 3.000 Magen- und Darmspiegelungen führen die vier Fachärzte der Ordinationsgemeinschaft für Endoskopie in Spittal/Drau jedes Jahr durch.

Moderne Ausstattung, hohe Qualitätsstandards und die enge Zusammenarbeit mit dem benachbartem Krankenhaus Spittal/Drau sorgen für eine wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau. 

Die vier Fachärzte Dr. Klaus Pamsl, Dr. Andreas Schuschnig, Dr. Andreas Neuschitzer und Dr. Robert Milo teilen sich die frisch renovierten Räumlichkeiten und die moderne technische Ausstattung. Angeboten werden Magen- und Darmspiegelungen zur Vorsorge sowie zur Abklärung von Beschwerden. Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Warum die Vorsorge so wichtig
ist und weshalb die Ordinationsgemeinschaft auf höchste Qualitätsstandards setzt, erklären Dr. Klaus Pamsl und Dr. Andreas Schuschnig im Interview.

OKN: Herr Dr. Schuschnig, warum ist die Darmspiegelung so wichtig?
Dr. Andreas Schuschnig: Im Großteil der Fälle entwickelt sich Darmkrebs aus Polypen. Das sind Vorstufen, aus denen im Laufe der Jahre Krebs entstehen kann. Werden sie rechtzeitig entdeckt und entfernt, lässt sich eine spätere Erkrankung oft verhindern.
 

OKN: Können diese Polypen dann auch gleich bei Ihnen in der Ordination entfernt werden?
Dr. Klaus Pamsl: Ja, kleinere Polypen bis etwa einem Zentimeter Größe entfernen wir direkt in der Ordination. Bei größeren Befunden profitieren unsere Patientinnen und Patienten von der unmittelbaren Nähe zum Krankenhaus Spittal. Dort können wir die Behandlung nahtlos fortsetzen.
 

OKN: Ab wann sollte man zur Vorsorge gehen?
Schuschnig: Die Altersgrenze wurde erst kürzlich von 50 auf 45 Jahre gesenkt. Bei familiärer Vorbelastung empfehlen wir häufig einen noch früheren Beginn. Wenn etwa Vater oder Mutter bereits mit 50 Jahren an Darmkrebs erkrankt sind, sollte die Vorsorge bei den Kindern oft schon ab dem 40. Lebensjahr erfolgen.
 

OKN: Gesetzlich ist eine Vorsorgekoloskopie dann nur alle zehn Jahre vorgesehen. Reicht das aus?
Schuschnig: Aus medizinischer Sicht sehen wir das kritisch. Kleine Veränderungen können übersehen werden oder sich neu entwickeln. Deshalb empfehlen wir meist Kontrolluntersuchungen
alle fünf bis max. 7 Jahre, eine gute Vorbereitungsqualität des Darms immer vorausgesetzt.
Pamsl: Das bewährt sich in der Praxis. Ich bin seit 2012 hier tätig, seitdem hatten wir kein sogenanntes Intervallkarzinom, also keinen Darmkrebs, der zwischen zwei empfohlenen Kontrolluntersuchungen entstanden ist. Das bestätigt unseren Zugang.
 

OKN: Die Ordinationsgemeinschaft verfügt über ein Qualitätszertifikat für Darmkrebsvorsorge. Was hat es damit auf sich?
Schuschnig: Das Zertifikat wird von der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie vergeben. Unsere Ergebnisse werden regelmäßig überprüft und mit anderen Einrichtungen verglichen. Dabei liegen wir seit Jahren über dem österreichischen Durchschnitt. Auch die Komplikationsrate ist sehr niedrig. Alle zwei Jahre erfolgt dann eine neuerliche Zertifizierung.
 

OKN: Viele Menschen haben Angst vor der Untersuchung.
Pamsl: Diese Angst ist meist unbegründet. Rund 99 Prozent unserer Untersuchungen erfolgen im Dämmerschlaf. Die Patientinnen und Patienten schlafen währenddessen und empfinden die Untersuchung dadurch als nicht unangenehm.
 

OKN: Wie lange wartet man derzeit auf einen Termin?
Pamsl: Meist zwischen zwei und drei Monate. Wenn es besonders dringend ist, versuchen wir zusätzliche Termine zu schaffen oder über eine Warteliste rasch zu helfen. Das wird sehr geschätzt.
 

OKN: Die Ordinationsgemeinschaft besteht bereits seit vielen Jahren. Was hat sich zuletzt verändert?
Schuschnig: Unsere Ordination wurde mit Unterstützung von Hermann Samonigg umfassend modernisiert. Wir wollten sowohl den Patientinnen und Patienten als auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein zeitgemäßes Umfeld bieten. Die Räumlichkeiten sind heute vollständig barrierefrei und entsprechen den aktuellen Anforderungen an Hygiene, Geräteaufbereitung und Arbeitsabläufe.
 

OKN: Worauf haben Sie beim Umbau besonders Wert gelegt?
Pamsl: Auf Qualität in allen Bereichen. Es gibt nun eigene Personalräume, optimierte Lagerflächen und deutlich bessere Möglichkeiten für die Wartung und Aufbereitung der Geräte. Das schafft bessere Arbeitsbedingungen und kommt letztlich auch den Patientinnen und Patienten zugute.
 

OKN: Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Spittal/Drau?
Pamsl: Für uns ist das ein großer Vorteil. Wenn wir bei einer Untersuchung größere Polypen oder andere komplexe Befunde entdecken, können wir die Patientinnen und Patienten direkt an das Krankenhaus weiterleiten. Die weiterführende Behandlung erfolgt ohne Umwege und ohne Informationsverlust, meist sogar durch einen von uns. Diese enge Zusammenarbeit wird von vielen
sehr geschätzt.
 

OKN: Wie ist die Ordinationsgemeinschaft organisiert?
Schuschnig: Wir vier Fachärzte teilen uns die Räumlichkeiten und die technische Ausstattung. Von Montag bis Donnerstag ist jeweils einer von uns vor Ort. Unterstützt werden wir von erfahrenen Ordinationsassistentinnen, zwei diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sowie einer Raumpflegerin. Gemeinsam führen wir rund 3.000 Magen- und Darmspiegelungen pro Jahr durch.
 

OKN: Wer nutzt Ihr Angebot hauptsächlich?
Pamsl: Unser Einzugsgebiet reicht weit über Spittal hinaus. Viele Patientinnen und Patienten kommen aus dem Drautal, dem Gegendtal, dem Lieser- und Maltatal oder aus den Nockbergen. Die kurzen Wege und die vergleichsweise kurzen Wartezeiten werden sehr geschätzt.
 

OKN: Was zeichnet die Ordinationsgemeinschaft heute aus?
Schuschnig: Wir haben ein engagiertes Team, moderne technische Ausstattung und arbeiten nach klaren Qualitätsstandards. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf eine persönliche Betreuung. Diese Kombination macht unsere Ordination seit vielen Jahren erfolgreich.

(Bild: Michael NEUWIRTH-FOTO)

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